Brandenburgischer Pädagogen-Verband

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Kreisverband Märkisch-Oderland

Der Vorstand

Der gewählte Kreisvorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Kreissprecher:Henning Probst
Ernst-Thälmann-Str. 7a
15374 Müncheberg
Tel.: 033432-74960
E-Mail: probst@bpv-vbe.de
Stellv. Kreissprecher:Elke Dittrich
  
Thomas Goethe
Tel.: 03341-419737
E-Mail: t.goethe@web.de
Kassenwart:Dirk Eisold
E-Mail: di-eisold@t-online.de
Schriftführer:Bettina Milde 
   

Terminplanung 2014

(Änderungen vorbehalten) 

12.02.201415:30 Uhr 1. Kreisvorstandssitzung (KV)
05.03.201420:00 Uhr 1. Mitgliederversammlung: (Bowlingabend) auf dem SEP-Gelände
26.03.201415:30 Uhr2. Kreisvorstandssitzung (KV)
06.05.201416:00 UhrSeniorentreffen (im Café Kunze)
28.05.201415:30 Uhr3. Kreisvorstandssitzung (KV)
01.07.201415:30 Uhr 4. Kreisvorstandssitzung (KV)
17.09.201415:30Uhr5. Kreisvorstandssitzung (KV)
12.11.201415:30 Uhr6. Kreisvorstandssitzung (KV)
03.12.201318:00 Uhr 2. Mitgliederversammlung
(Jahreshauptversammlung und Weihnachtsfeier)
im "Gefleckten Schwein" in Eggersdorf

Die Sitzungen des Kreisvorstandes finden im Theodor-Fontane-Gymnasium Strausberg (Bibliothek) statt. Der Vorstand des BPV MOL steht an diesen Tagen den Mitgliedern des Kreisverbandes und interessierten Kolleginnen und Kollegen zu Gesprächen zur Verfügung. 


Projekt zur Neu- und Weiterentwicklung des Rahmenlehrplans für die Jahrgangsstufe 1-10 in Berlin und Brandenburg

Die Bundesländer Berlin und Brandenburg werden ab dem Schuljahr 2016/2017 einen neuen Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufe 1-10 einführen. Dieser Rahmenlehrplan wird die bisher gültigen Rahmenlehrpläne für die Grundschule, für die Sekundarstufe I sowie für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Lernen" ablösen.

Eine der Neuerungen dabei ist: „Ein gemeinsamer Fachteil für das neue Fach Gesellschaftswissenschaften in den Jahrgangsstufen 5 und 6 anstelle der früher getrennten Plane für Geografie, Geschichte und Politische Bildung bzw. Sozialkunde. Durch die Bündelung der bislang einstündigen Fächer kann der gesamte Bereich gestärkt werden. Zudem können Themen fachübergreifend, global und aus verschiedenen Perspektiven behandelt werden.“ (Presseerklärung 345/2014 des MBJS vom 28.11.14)

Die Mitglieder des BPV-Kreisverbandes Märkisch-Oderland haben sich Gedanken zu dieser Zusammenlegung der Fächer Politische Bildung, Geographie und Geschichte gemacht und lehnen diese ab. Folgende Argumente gegen diese Neuerung wurden dabei erarbeitet:

  • Es erfolgt eine fachliche Reduzierung in jedem der Fächer, Vertiefungen sind im Einzelnen kaum noch möglich.
  • Eine Verringerung der Stundenzahl in der Stundentafel ist perspektivisch wahrscheinlich und sicherlich gewünscht.
  • Die Möglichkeit, Schüler für politische Belange zu sensibilisieren und für ein Engagement in diesem Bereich zu stimulieren, wird vertan. Eine Demokratie lebt vom Engagement seiner Bürger.
  • Es droht, die komplexen politischen Zusammenhänge und Problematiken zu vereinfachen. Eine solche Vereinfachung legt aber für die zukünftig erwachsenen Bürger die Erwartungshaltung nach "einfachen", "populären" politischen Lösungen nahe. Die Jugendlichen werden sich also ständig die Frage stellen: Warum sind Politiker nicht zu einfachen Lösungen in der Lage? Antworten im Stile von Thilo Sarrazin, der AfD oder gar der NPD wird dadurch der Weg bereitet. Das wollen wir jedoch nicht.
  • Das immer wieder bemängelte Wissen der Schüler über historische Zusammenhänge wird so nicht verbessert. Vor allem die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts bleibt damit ein Stiefkind der Wissensvermittlung.
  • Das Grundwissen über andere Länder und Kontinente, schlicht eine geografische Orientierung, wird verringert. Damit vergibt man die Chance, die Schüler für die Probleme anderer Länder zu sensibilisieren ("was wollen die bei uns, denen geht es doch gut!")
  • Im Schulalltag stellen die Kollegen immer wieder grobe Mängel in diesen Bereichen der täglichen politischen Information bei den Schülern fest.
    Tageszeitungen sind in den Elternhäusern kaum noch vorhanden, Nachrichtensendungen werden selten, bzw. unregelmäßig gesehen.
    Gespräche über politische oder historische Themen finden in den Familien kaum noch statt.
    Urlaube in anderen Ländern spielen sich häufig in der Hotelanlage ab, die Kenntnisse über das Urlaubsland bzw. Ort und Sehenswürdigkeiten werden nur am Rand einbezogen.
    Dieses Problem wird mit der Aufweichung der Fächer verstärkt.
  • Kollegen, die bisher nur Geographie oder Geschichte oder Politische Bildung unterrichtet haben, müssen auch die anderen Fächer abdecken. Es droht dabei eine logische Bevorzugung des eigenen Faches und die Herabstufung der anderen Fachinhalte innerhalb des neuen Schulfachs "Gesellschaftswissenschaften".
  • Bei der Fächerwahl im Studium ist bisher eine Kombination in Brandenburg nicht möglich. Die Einführung eines neuen Studienfachs erscheint nicht realistisch.
  • Um alle Facetten dieses neuen Faches „Gesellschaftswissenschaften“ abzudecken, müssen alle unterrichtenden Lehrer in allen drei Wissenschaftsbereichen fit gemacht werden. Dies erfordert eine geplante, ordentliche, parallel zum Unterrichtsbetrieb verlaufende Weiterbildung. Diese müsste bis zum Sommer 2016 abgeschlossen sein. Bis jetzt gibt es dafür aber noch nicht mal eine Planung, ganz zu schweigen von notwendigen Anrechnungsstunden und zeitlichen Freistellungen für die betroffenen Kollegen.
  • In ebenso naher Zukunft müssten Absolventen für das neue Fach auf dem Lehrerarbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Planungen für eine solche Studienrichtung, die Durchführung des Studiums mit Bachelor und Master und anschließendem Referendariat dauert nach unserer Erkenntnis etwa 10 Jahre. Da also auch keine Fachlehrer zur Verfügung stehen, lehnen wir diese Zusammenlegung ab.