Brandenburgischer Pädagogen-Verband

Bildungspolitik

Investitionen in den Schulbau zukunftsfähig gestalten!

Symposium „Schulbau der Zukunft“

Investitionen in Schulbau und Schulsanierung müssen an verbindliche Kriterien geknüpft sein, um leistungsfähigen Schulbau zu garantieren. Das fordern der Bund Deutscher Architekten (BDA), die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und der Verband Bildung und Erziehung (VBE). Bei dem am 20. Juni 2017 gemeinsam ausgerichteten Symposium „Schulbau der Zukunft“ sollen Kriterien von den 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erarbeitet und anschließend mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik diskutiert werden.

Nach  Umfragen der KfW-Bank, veröffentlicht im September 2016, gibt es für die Schulen in Deutschland einen Investitionsbedarf in Höhe von 34 Milliarden Euro. Hierzu zählen sowohl Sanierungen, als auch Schulneubau und -erweiterungen. Mit dem kürzlich gelockerten Kooperationsverbot kann der Bund künftig finanzschwache Kommunen mit 3,5 Milliarden Euro direkt bei der Sanierung von Schulen unterstützen. Auch im Bundestagswahlkampf hat das Thema Schule Hochkonjunktur. BDA, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und VBE sind sich einig, dass hinterfragt werden muss, mit welchem Anspruch in den Schulbau investiert wird. Sie setzen sich dafür ein, dass eine kriteriengeleitete Förderung den von ihnen herausgegebenen „ Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“ gerecht wird.

Der Präsident des BDA, Heiner Farwick, erklärt: „In der aktuellen Bildungsdebatte rückt die bauliche Qualität von Schulen immer mehr in den Fokus. Die Schule des 21. Jahrhunderts muss mehr bieten als Lehr- und Lernräume, sie muss Kindern und Jugendlichen ein guter Lebens- und Entwicklungsraum sein. Wir brauchen Schulen, in denen sich Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte wohlfühlen, die sie vielleicht sogar mit Stolz erfüllen und die neue pädagogische Konzepte ermöglichen und unterstützen. Um einen Schulbau mit dieser Programmatik umzusetzen, brauchen wir Förderprogramme, die nicht auf Teilaspekte ausgerichtet sind, sondern die mit einem ganzheitlichen Ansatz eine Qualitätsoffensive erreichen.“

Der Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Karl-Heinz Imhäuser, erklärt: „Das von der Bundesregierung aufgelegte Förderprogramm bietet die Chance, dringend erforderliche strukturelle Veränderungen bei der Umsetzung der anstehenden Baumaßnahmen anzugehen. Damit die Trendwende im Schulbau gelingt, benötigen wir zentrale Kriterien, um die Fehler früherer Förderprogramme zu vermeiden. Die Schulen der Zukunft brauchen eine innovative, alle Bereiche der Bildungsinstitution umfassende Neukonzeptionierung.“

Der VBE-Bundesvorsitzende, Udo Beckmann, erklärt: „Wir erleben große Umbrüche in der Bildungslandschaft. Inklusion, Integration und Digitalisierung lassen sich nur bewältigen, wenn der Schulbau hierauf ausgerichtet ist – in einem Gesamtkonzept, das diesen Namen verdient. Die Politik darf den Raum als 3. Pädagogen nicht länger zu Gunsten von kurzlebigen Lösungen vernachlässigen. Pädagogisch leistungsfähige Schulbauten sind ein bedeutender Baustein, Lehrkräften einen gesunden und sicheren Ort zum Arbeiten bereitzustellen und die Schülerinnen und Schüler optimal fördern zu können“.

Hintergrund

Anlass des Symposiums ist das Erscheinen der vollständig überarbeiteten 3. Auflage der „ Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“. Die erste Auflage wurde 2013 veröffentlicht. Die Leitlinien formulieren Qualitätsstandards, die den veränderten Anforderungen an Schulbauten gerecht werden. Sie beschreiben wichtige Prinzipien für den Schulbau, geben Empfehlungen zur räumlichen Organisation von Schulen sowie zu spezifischen Raumbedarfen für ausgewählte Funktionsbereiche und weisen auf die erforderlichen Qualitäten von Prozessen und Verfahren im Schulbau hin.

Wichtige Anforderungen für die Investition in leistungsfähigen Schulbau sind:

  • Leistungsfähige Schulen haben eine Architektur und ein Raumprogramm, die auf einem pädagogischen Gesamtkonzept basieren.
  • Leistungsfähige Schulen sind Orte mit hochwertigen funktionalen und ästhetischen Qualitäten, an denen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, andere Beschäftigte und Besucherinnen und Besucher wohl fühlen.
  • Leistungsfähige Schulen sind vielseitig, vielfältig und können sich verändern.
  • Leistungsfähige Schulen sind langlebig und wirtschaftlich im Betrieb.
  • Leistungsfähige Schulen bieten gesunde und sichere Bedingungen zum Lernen, Leben und Arbeiten.
  • Leistungsfähige Schulen und ihre Gebäude sind wichtige Bausteine einer Stadt, einer Gemeinde, eines Quartiers.

Die „Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“ können Sie hier herunterladen:
 http://www.vbe.de/angebote/leitlinien-schulbauten.html 


„Welchen Förderbedarf haben Kinder
mit emotional-sozialen Entwicklungsstörungen?“

EXPERTISE

erstellt von Professor Dr. Bernd Ahrbeck
(Stand April 2017)

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat Prof. Dr. Bernd Ahrbeck beauftragt, eine wissenschaftliche Expertise zum Thema „Welchen Förderbedarf haben Kinder mit emotional-sozialen Entwicklungsstörungen? “ zu erstellen. Anlass dazu war und ist, dass diese verhaltensgestörten Kinder in ihrer Anzahl stark zugenommen haben. Außerdem steht die inklusive Beschulung aller mit Förderbedarf attestierten Kinder auf der Agenda. Ein einziger Schüler mit diesem Förderbedarf kann bei Unterbleiben dieser Förderung den Unterricht einer ganzen Klasse zunichte machen. Lehrer und Schüler sind demzufolge stark belastet, wenn die richtige Förderung unterbleibt. Und das ist leider in den Schulen zu oft der Fall.

Hier finden Sie neben der Expertise und dem Pressedienst des BPV auch Meinungen von BPV-Mitgliedern des Referates Sonderpädagogik zum Download:


Deutschlands PISA-Ergebnisse stabil über dem OECD-Durchschnitt

OECD PISA Logo

Schülerinnen und Schüler in Deutschland erzielen in allen von PISA getesteten Bereichen Ergebnisse leicht über dem OECD-Durchschnitt. Der Abstand zu den PISA-Spitzenreitern in Asien und Europa bleibt aber weiterhin groß. Gleichzeitig hat der Leistungszuwachs in den vergangenen Jahren abgenommen, teilweise zeichnet sich eine rückläufige Tendenz ab. Die Chancengleichheit hat sich verbessert, bleibt aber eine Herausforderung. Dies geht aus den Ergebnissen der PISA-Erhebung 2015 hervor, die am 06.12.2016 veröffentlicht wurden.

(Quelle:  http://www.oecd.org/berlin am 06.12.16)

 


Manifest des BLLV „Haltung zählt“

VBE Pressedienst

VBE unterstützt den Aufruf des BLLV gegen Verrohung der Sprache

„Mit seinem Manifest ‚Haltung zählt‘ legt der bayerische Landesverband (BLLV) des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) den Finger in die Wunde einer, mit Worten immer sorgloser umgehenden, Gesellschaft“, unterstreicht VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann.

Beckmann weiter: „Mit seinem Manifest macht der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband auf eine gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam, die seit Jahren zu beobachten ist und sich unter dem Gesichtspunkt der Diskussion um Integration erheblich beschleunigt hat. Der Verrohung der Sprache Einhalt zu bieten, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese Aufgabe ernst zu nehmen, heißt, den eigenen Sprachgebrauch genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier ist es auch wichtig, dass Politik- und Medienvertreter genauer hinschauen, wie sie welche Dinge formulieren und beschreiben.“

Der Bundesverband des VBE wird das Manifest zum Anlass nehmen, dieses auf seiner Bundesvorstandssitzung am 23. September zu beraten. „Es ist unter anderem Aufgabe von Schule – aber eben nicht nur von Schule – der Verrohung der Sprache entgegen zu wirken“, so Udo Beckmann. „Hier sind alle Institutionen und insbesondere alle Personen, die in der Öffentlichkeit stehen und Öffentlichkeit schaffen, gefordert.“

 

PDF Das Manifest des BLLV können Sie hier herunterladen 

 

 


Tag der Bildung, 8. Dezember 2015, Berlin

Tag der Bildung - Unterstützer

Was ist der Tag der Bildung?

Am Tag der Bildung soll künftig in ganz Deutschland das Thema Bildung gezielt und auf neue Weise in die öffentliche Diskussion gebracht werden. Zum Auftakt am 8. Dezember 2015 haben in diesem Jahr Bildungsexperten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam über Lösungen für Chancengerechtigkeit in der Bildung diskutiert.

 

Warum gibt es den Tag der Bildung?

Der Stifterverband, die SOS-Kinderdörfer weltweit und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung haben den Tag der Bildung ins Leben gerufen. Als alljährlicher Termin soll er regelmäßig höchstmögliche Aufmerksamkeit für das Thema Bildung erreichen – in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Denn Bildung sichert unsere Zukunft. Doch oft bleibt es bei Lippenbekenntnissen, wenn es um Bildung geht. Häufig fehlt es an Geld, manchmal auch an Ideen. Die Initiatoren möchten das ändern und machen sich deshalb mit vereinten Kräften für Chancengerechtigkeit in der Bildung stark.

Die gemeinnützige Arbeit der drei Organisatoren folgt dem Gedanken, dass jeder Mensch die Möglichkeit bekommen soll, das Beste aus seinen Begabungen und seinem Leben zu machen – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

 

Pressemitteilung der Initiatoren zum ersten Tag der Bildung am 08.12.2015

PDF „Ungerecht und lebensfern – Was junge Erwachsene vom deutschen Bildungssystem halten“

Weitere Informationen unter  http://www.tag-der-bildung.de.

 

 


Mehr finanzielles Engagement für Schule tut not

Mainauer Erklärung von VBE (Deutschland), GÖD-APS (Österreich), LCH (Schweiz)

Als „kurzsichtige Politik mit teuren Folgekosten“ verurteilen der VBE und seine Partnerorganisationen in Österreich GÖD-APS sowie in der Schweiz LCH das Sparen an der Bildung der Kinder und Jugendlichen. Das „Sparpaket“ wurde symbolisch im Bodensee versenkt. In der trinationalen „Mainauer Erklärung“ fordern die Verbandsspitzen von der Politik ein klares Bekenntnis zur öffentlichen Schule und wehren sich gegen chronische Unterfinanzierung. „Die Zeit ist reif für eine Besinnung auf den Stellenwert der öffentlichen Schulen für den Zusammenhalt und die Zukunft unserer Gesellschaft.“ Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), die Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer (GÖD-APS) und der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) fordern deshalb entsprechende Investitionen. Die drei Lehrerverbände wenden sich zugleich gegen zu große Klassen, zu hohe Unterrichtsverpflichtungen für Lehrpersonen und gegen den Abbau von Unterrichts-, Förder- und Ergänzungsangeboten. Auch weisen die Unterzeichner der „Mainauer Erklärung“ darauf hin, dass die Bezahlung der Lehrpersonen mit der Privatwirtschaft konkurrieren müsse.

VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann betont: „Der VBE fordert Bund und Länder auf, endlich im gesamten Bildungsbereich zu kooperieren und die Mittel gebündelt für die strategischen Herausforderungen bereitzustellen. Weder für Inklusion und Ganztag noch für die Aufnahme von Flüchtlingskindern in Schule oder für die zeitgemäße schulische IT-Ausstattung gibt es tragfähige Finanzierungskonzepte von Bund, Ländern und Kommunen in Deutschland. Zukunftsorientierte Bildung und Erziehung kann aber nicht von der Hand in den Mund leben. Das muss sich dringend ändern.“ Deutschlands öffentliche Gesamtausgaben für Bildung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen ein Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 6,1 Prozent, erinnert Beckmann. „Der VBE erkennt keinen Willen bei der Politik, für eine wirkliche Bildungsrepublik zu investieren. Das ständige Vermessen von Schule durch Leistungstests und Vergleichsarbeiten hat noch in keinem Fall zur Verbesserung der Lern- und Lehrbedingungen an Schule geführt.“

 

Hintergrund: Die Vorstände von GÖD-APS, LCH und VBE tagten am 04. und 05. Mai 2015 in Mainau/Konstanz. Die drei Partnerorganisationen kommen jährlich zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Auch in diesem Jahr stehen Entwicklungen im Bildungsbereich von Deutschland, Österreich und der Schweiz im Mittelpunkt.

 

(Quelle: Pressedienst des VBE vom 05.05.15)

 

PDF Mainauer Erklärung von GÖD-LCH-VBE

 

Hier können Sie sich in zwei Youtube-Videos die „symbolische Versenkung“ der Sparpakete an der Bildung anschauen:

 https://www.youtube.com/watch?v=ujoDzRUVG2A&feature=youtu.be

 https://www.youtube.com/watch?v=KN8JvVr9TO4&feature=youtu.be


Neuer Rahmenplan Berlin/Brandenburg für die Jahrgänge 1 bis 10

Die Schulen in Berlin und Brandenburg bekommen einen neuen Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufen 1 bis 10. Für diesen neuen Rahmenlehrplan wurde ein Anhörungsportal eingerichtet, dort steht der Entwurf zur Diskussion bereit:

 http://www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.383534.de 

Diskutieren Sie dort mit oder teilen Sie uns ihre Meinung zum neuen Gesamtplan 1 -10 mit. Wir werden ihre Meinung mitnehmen in unsere Gespräche mit dem Minister und zu den bildungspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen.Diskutieren Sie dort mit und teilen Sie uns Ihre Meinung zum neuen Gesamtrahmenlehrplan für die Klassen 1 bis 10 mit. Wir werden Ihre Meinung mitnehmen in unsere Gespräche mit dem Minister und zu den bildungspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen. 

Hier werden Sie Ihre Meinung los: http://www.bpv-vbe.de/kontakt/vorstand

 

Hier finden Sie die Meinungen:

 

 


IT an unseren Schulen - Forsa-Umfrage

Jeder zweite Lehrer ohne geschützte Dienst-E-Mail-Adresse

Die IT-Ausstattung in den Schulen Deutschlands ist alles andere als zeitgemäß. Was in Wirtschaft und Verwaltung als normal gilt, dass jeder Mitarbeiter per geschützter Dienst-E-Mail-Adresse erreichbar ist, trifft in Deutschland nur auf jeden zweiten Lehrer zu.

Eine im Auftrag des VBE durchgeführte repräsentative Forsa-Lehrerumfrage ergab:

  • Einen PC als alltäglichen persönlichen Arbeitsplatz haben die wenigsten Lehrerinnen und Lehrer. 22 Prozent der Befragten haben nicht einmal Zugang zu einem PC in der Schule.
  • Insbesondere Grundschulen sind in puncto IT-Ausstattung mangelhaft versorgt. 41 Prozent der befragten Grundschullehrkräfte haben in der Schule kein schnelles Internet.   
  • Nur etwa 30 Prozent der Grundschullehrerinnen und –lehrer können über eine geschützte Online-Plattform Materialien für ihren Unterricht downloaden und diese für Hausaufgaben und Elternkontakte nutzen.  
  • Nicht einmal zwei Drittel aller Lehrkräfte (57 Prozent) haben eine eigene dienstliche E-Mail-Adresse. Sogar ein Viertel der befragten Schulleitungsmitglieder müssen ohne geschützte Dienst-E-Mail auskommen.
  • Noch schlechter sieht es bei der Wartung der vorhandenen IT-Ausstattung aus. In fast drei Viertel unserer Schulen kümmern sich einzelne Fachlehrer neben ihrem eigentlichen Unterricht darum.
  • Fortbildungen in Sachen IT-Nutzung fehlen fast gänzlich. Über 90 Prozent der Befragten äußerten, dass sie die notwendigen Kenntnisse für die Nutzung dieser Technik sich vor allem privat angeeignet haben.
    Die MAUS-Schulungen (Medien an unseren Schulen) Anfang der 2000-er Jahre im Land Brandenburg stellen also die ganz große Ausnahme dar.   

Was also für einen Sachbearbeiter normal ist, dass er für die SAP-Software, die er für seine Arbeit nutzt, eine Schulung und anschließend einen eigenen PC erhält, trifft für einen Lehrer nicht zu. Das für das in den Klassenraum gestellte Aktivboard notwendige Knowhow muss dieser sich selbst aneignen, in seiner Freizeit und auf seine Kosten.

Was für jede Sekretärin gilt, dass sie für ihre Arbeit eine geschützte Dienst-E-Mail-Adresse erhält, ist für einen Lehrer auch in Brandenburg nicht selbstverständlich.

Und dass die Wartung der IT-Technik von einem eigens dafür angestellten Fachmann übernommen wird, trifft auf die Schule wenig zu.   

Die Lehrer machen aus dieser Mangelsituation das Beste. Die Politik hat jedoch die Aufgabe diese Mängel abzustellen und dafür die finanziellen Mittel und die Lehrerarbeitszeit dauerhaft bereitzustellen.    

 

An dieser Umfrage nahmen bundesweit und in NRW Lehrkräfte von der Grundschule bis zur berufsbildenden Schule teil. Insgesamt wurden 751 Lehrerinnen und Lehrer aus NRW, Bayern und Baden-Württemberg über computergestützte Telefoninterviews befragt. Die Erhebung fand vom 16.Oktober bis 5. November 2014 statt.

 

Anbei können Sie dazu downloaden:


Gemeinsam zu guter Bildung - We Need Your Help!

Weltlehrertag 5. Oktober 2014

Setzen Sie sich zum Abschluss dieser Phase der Kampagne der Bildungsinternationale Gemeinsam für gute Bildung dafür ein, dass dies der außergewöhnlichste Weltlehrertag aller Zeiten wird!

Feiern Sie das Lehren und das Lernen zusammen mit Ihren mehr als 30 Millionen Kolleginnen und Kollegen, die sich weltweit täglich für gute Bildung engagieren!

Zeigen Sie der Welt, dass Sie stolz darauf sind, Kindern bzw. jungen Menschen und Erwachsenen gute Bildung anzubieten!

Treffen Sie zur Feier des 20. Weltlehrertages Ihre Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Schule bzw. örtlichen oder nationalen Organisation!

Gute Bildung für alle ist die Grundlage nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums und einer gerechten und fairen Gesellschaft.

Gute Bildung unterstützt jede Person zwecks Entwicklung ihres vollen Potenzials.

 

PDF Vollständige Mitteilung herunterladen

   


Positionspapier zur Gegenwart und Zukunft der Schule in Deutschland

Logo der Humboldt-Gesellschaft

Das Hauptanliegen der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung ist die Förderung von Wissenschaft, Kunst und Bildung im Sinne der Humboldt-Brüder. Diese Gesellschaft bietet daher eine Plattform aktuelle Probleme und vor allem Problemlösungen aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Bildung zu erörtern.

Das Positionspapier zur Gegenwart und Zukunft der Schule in Deutschland vom März 2014 enthält daher eine kurze Analyse und Bewertung der aktuellen Situation. Darauf aufbauend werden Vorschläge zur weiteren Optimierung des Bildungswesens unterbereitet. Diese betreffen:

  • Die Zukunftsfähigkeit eines vielfältigen, pluralistischen und leistungsfähigen Schulsystems und dessen Durchlässigkeit
  • Die spezielle Förderung von bildungsbenachteiligten Kindern, der Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in das Regelschulsystem und der Unterstützung besonders begabter Schülerinnen und Schüler
  • Die Ausbildung und Qualifizierung der Lehrkräfte und der pädagogischen Fachkräfte

Diese Vorschläge sollen zu bildungspolitischen Diskussionen anregen und Veränderungen anschieben.

Unter dem angegebenen Link kann sowohl das komplette Positionspapier, als auch ein Auszug (Abstract) und eine Zusammenfassung (Summary) heruntergeladen werden.

Download unter:  http://www.humboldt-gesellschaft.org/schule-in-deutschland.html


Gutachten "Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal"

"Empfehlungen zur Kompetenz- und Organisationsentwicklung"

Am 08. April 2014 fand im hbw | Haus der Bayerischen Wirtschaft in München die Veranstaltung "Deutschland hat Zukunft" zur Veröffentlichung des aktuellen Gutachtens des Aktionsrats Bildung "Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal" statt.

Die Tagung wurde von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Kooperation mit dem Aktionsrat Bildung durchgeführt. Es ist das sechste Kurzgutachten in einer neuen Reihe kompakter Publikationen des Aktionsrats Bildung, die drängende bildungspolitische Einzelthemen aufgreifen und stärker als bisher den Herausforderungen in der Praxis mit gezielten Lösungsansätzen begegnen. Wie auch die bisherigen Gutachten wird die Expertise von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. herausgegeben.

Der Aktionsrat Bildung will mit dem aktuellen Gutachten nicht nur eine Aufarbeitung der Burnout-Thematik im Bildungsbereich leisten, sondern will vor allem ausloten, in welchem Maß und mit welchen Ansätzen eine Burnout-Prävention bei Beschäftigten im Bildungsbereich möglich sein könnte. Eine solche Prävention, die professionelle Kompetenzen und individuelle Ressourcen zum Umgang mit Belastungen fördert, ist der nachträglichen und häufig noch unmöglichen "Reparatur" in jedem Falle vorzuziehen. Damit richtet sich die Studie an die Bildungspolitik und in gleicher Weise auch an die Bildungseinrichtungen selbst, da beide ihren Beitrag für Präventionsmaßnahmen leisten müssen.

In dem Gutachten wird zunächst das Konstrukt Burnout aus wissenschaftlicher Perspektive skizziert und anschließend auf die Prävalenzraten von Burnout und psychischen Erkrankungen eingegangen. Weiterhin diskutiert die Studie Risiko- und Schutzfaktoren im Hinblick auf die Gesundheit und eine qualitätsvolle Arbeit bei den Beschäftigten im Bildungssystem. Auf der Grundlage dieser umfassenden Analyse formuliert der Aktionsrat Bildung schließlich zentrale Handlungsempfehlungen, die auf die Gesundheitsförderung und die Prävention von Burnout und psychischen Erkrankungen bei Beschäftigten im Bildungswesen abzielen.

Rückblickende Informationen zur Veranstaltung "Deutschland hat Zukunft" am 08.04.2014 finden Sie unter  http://www.aktionsrat-bildung.de/index.php?id=75 .

Das Gutachten "Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal. Empfehlungen zur Kompetenz- und Organisationsentwicklung" können Sie ebenfalls unter diesem Link  downloaden.

 

(Quelle:  http://www.aktionsrat-bildung.de/index.php?id=13 am 08.05.14)


„VerA ist inklusionsfeindlich!“

GEW, GSV und VBE legen Manifest vor: 
„Schulen brauchen Unterstützung statt Testeritis“

Berlin – „VerA ist inklusionsfeindlich. Die Vergleichsarbeiten, die bundesweit in Klasse 3 und 8 geschrieben werden, verschärfen den Leistungsdruck. Sie belasten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler, ohne dass wir in der Umsetzung der Inklusion einen Schritt weiter kommen. Schulen brauchen Unterstützung – keine Testeritis“. Das stellen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Grundschulverband (GSV) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in ihrem VerA‐Manifest, das sie heute während einer Pressekonferenz in Berlin veröffentlicht haben, fest. „Gute Schule ist ein Lern‐ und Lebensort, der Kindern und Jugendlichen eine umfassende Bildung und bestmögliche Entwicklungschancen bieten soll. Deshalb darf die Qualitätssicherung nicht auf eine standardisierte Leistungsmessung verkürzt werden.“

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„Wir geben sehr viel Geld für Maßnahmen zur Qualitätssicherung aus und wissen bis heute nicht wie bzw. ob diese wirken“, sagte GEW‐Vorsitzende Marlis Tepe. Sie wies darauf hin, dass „die Effekte von VerA mit Blick auf die Qualitätsverbesserung an Schulen nie von unabhängigen Forscherinnen und Forschern evaluiert“ worden seien. „VerA bürdet den Lehrerinnen und Lehrern viel zusätzliche Arbeit auf. Die Datenhuberei hilft aber nicht, an den Schulen sinnvolle Förderkonzepte zu entwickeln“, betonte Tepe. Eine aktuelle Pilotstudie der GEW zeige, dass mehr als 70 Prozent der Kolleginnen und Kollegen in den VerA‐Untersuchungen keinen Nutzen für ihren Unterricht entdecken können. Nicht einmal 50 Prozent der Befragten nutzten die Ergebnisse für Schulentwicklungsprozesse. „Aus Sicht vieler Lehrkräfte verfehlt die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre für die VerA‐Untersuchungen proklamierten Ziele“, sagte die GEW‐Vorsitzende.

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Qualitätssicherung sei unbestritten eine wichtige Aufgabe der Schule, betonte GSV‐Vorsitzende Maresi Lassek. „Aber sie ist anspruchsvoll und schwierig: Die Verfahren dürfen die untersuchten Aktivitäten nicht verfälschen.“ Notwendig sei ein breites methodisches Repertoire, „zu dem unter anderem auch Tests zählen. Sie stärken den Außenblick und bieten Vergleichsdaten aus repräsentativen Stichproben“. Aber Tests seien auch ein heikles Instrument. Im Rahmen von VerA seien deren Risiken nicht zureichend bedacht. „Schon 1999, lange vor VerA, hat der Grundschulverband eine Konzeption vorgelegt, wie die Rechenschaftsaufgaben im Schulsystem sinnvoll verteilt werden könnten und welche Verfahren dabei pädagogisch angemessen wären“, erinnerte die GSV‐Vorsitzende, deren Verband seit 2005 unter dem Titel Pädagogische Leistungskultur dafür auch konkrete Hilfen für die Grundschulen entwickelt hat.

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VBE‐Bundesvorsitzender Udo Beckmann kritisierte: „VerA engt den Bildungs‐ und Erziehungsauftrag der Schulen unzulässig ein und verdeckt die schulischen Bedingungen vor Ort. Das Messen in zwei Fächern taugt nicht, um ernsthafte Aussagen über die Schulentwicklung zu treffen. Im schlimmsten Falle ignorieren die Testergebnisse die Situation an der Schule und demotivieren das Kollegium.“ Es sei ein Segeln unter falscher Flagge, so Beckmann, aus den flächendeckenden Tests den Lehrpersonen Impulse für das künftige Unterrichten zu versprechen. „Kein VerA‐Test hat bisher zu verbesserter Personalausstattung an der Schule, zu mehr Möglichkeiten individueller Förderung für Schüler, zu gezielten Fortbildungsangeboten für die Kolleginnen und Kollegen geführt.“ Beckmann bezeichnete es als „paradox“, dass VerA von den Lehrpersonen einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand verlange und so Ressourcen verschwende, die in der Schul‐ und Unterrichtsentwicklung besser angelegt wären.

Info: VerA steht für Vergleichsarbeiten in der 3. und 8. Jahrgangsstufe (VerA‐3 bzw. VerA‐8) einer Schule. Vergleichsarbeiten sind schriftliche Arbeiten in Form von Tests, die flächendeckend und jahrgangsbezogen untersuchen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben. Die Umsetzung landesweiter Vergleichsarbeiten in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland ist Teil der Gesamtstrategie, die die Kultusministerkonferenz (KMK) 2006 zum Bildungsmonitoring verabschiedet hat. Ziel des Bildungsmonitoring ist, die Kompetenzorientierung im Bildungssystem zu stärken. Die KMK verbindet mit den VerA‐Untersuchungen auch das Ziel, Schulentwicklungen anzustoßen. Ob diese KMK‐Ziele mit VerA erreicht werden können, ist noch nicht wissenschaftlich untersucht worden.

Die nächste VerA‐Runde startet am 13. Mai.

 

(Quelle: Pressemitteilung der GEW, des GSV und des VBE vom 05.05.2014)

 

Hier stehen zum selben Thema zum Download bereit:


Bildungsbereich muss aus TTIP-Verhandlungen raus

VBE-Kritik an geplantem Freihandelsabkommen EU-USA

Die laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA umfassen bisher auch alle öffentlichen Dienste. Der VBE fordert den grundsätzlichen Ausschluss des Bildungsbereichs aus dem Verhandlungsmandat. Dies hat VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann in Schreiben an die Bundesregierung, an den Bundestag und an die Spitzenkandidaten der großen Parteien zur Europawahl deutlich gemacht.

„Die Verhandlungen über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) veranlassen den Verband Bildung und Erziehung (VBE) zu größter Besorgnis“, heißt es in den Schreiben. „Eindringlich warne ich vor nicht abschätzbaren Risiken für den gesamten Bildungsbereich, wenn durch ein Freihandelsabkommen der Druck durch Privatisierung und Kommerzialisierung wesentlich erhöht wird. Die intransparente Verhandlungsführung über TTIP und die bisherige stark eingeschränkte Einbindung der nationalen Parlamente bestärkt uns in unseren Befürchtungen, den Bildungsbereich und alle in ihm Beschäftigten vor vollendete Tatsachen stellen zu wollen. Das widerspricht unserem demokratischen Verständnis.“

Der VBE-Bundesvorsitzende stellt weiter klar: „Regeln für den kommerziellen Handel dürfen keinesfalls die Möglichkeiten der Regierung und der zuständigen öffentlichen Behörden einschränken, öffentliche Bildung in hoher Qualität bereitzustellen. Wir bitten Sie eindringlich darum, dies durch eine explizite Ausnahme sämtlicher Bildungsdienstleistungen aus den TTIP-Verhandlungen sicherzustellen.“ Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sollten sich nachdrücklich für einen allgemeinen Ausschluss der Bildungsdienstleistungen aussprechen.

Udo Beckmann bekräftigt, der VBE bewerte die Wahlen zum Europäischen Parlament als wichtigen Anlass, das TTIP-Projekt kritisch zu hinterfragen und transparente Lösungen zum Wohle der Gesellschaft zu entwickeln.

 

(Quelle: VBE-Newsletter 4/2014) 


Ausverkauf von Bildung verhindern

Mit Blick auf die Verhandlungen der EU mit den USA über ein Freihandelsabkommen erklärte VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann, für den VBE sei es eine Grundsatzfrage, Bildung nicht dem Freihandel zu unterwerfen. „Wir müssen verhindern, Tür und Tor für eine Privatisierung von Bildungseinrichtungen zu öffnen. Großkonzerne in den USA wittern schon jetzt das große Bildungsgeschäft in Europa. Der VBE unterstützt in vollem Maße die Position des EGBW als europäischer Struktur der EI, den überseeischen Begehrlichkeiten einen Riegel vorzuschieben.“ Das geplante Handels- und Investmentabkommen zwischen der EU und den USA soll auch den gesamten Dienstleistungssektor einschließen. Das beträfe so sensible Bereiche wie die Gesundheitsfürsorge, Bildung, Wissenschaft und Kultur. Schon jetzt wird von einigen Regierungen und internationalen Lobbygruppen der Industrie erheblicher Druck ausgeübt, mit dem Handelsabkommen neue Märkte für den Bildungsbereich zu erschließen. Besonders bedenklich ist, dass multinationalen Konzernen Investitionsschutz garantiert werden soll, der ermöglicht, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn Unternehmen ihre Profite oder Investitionen durch Regierungshandeln gefährdet sehen. Dies könnte z.B. passieren, wenn Schulbücher von Landesregierungen nicht genehmigt werden. Als Folge würden die Regierungen auf die Zulassung von Schulbüchern verzichten und somit allen möglichen Inhalten den Weg in die Klassenzimmer ermöglichen.

Der VBE müsse seinen politischen Einfluss nutzen, bekräftigte Udo Beckmann, damit der Bildungsbereich explizit aus dem Handelsabkommen herausgehalten werde.

(Quelle: VBE-Newsletter 12/2013)


Bildungsinitiative international – zehn Schlüsselbotschaften diskutieren

Bildungsinitiative International Logo

Im Zusammenhang mit der Initiative der Education International (EI) „Gemeinsam für eine gute Bildung – Bessere Bildung für eine bessere Welt“ und der Gewerkschaftstagung des Europäischen Gewerkschaftskomitees Bildung und Wissenschaft im November 2012 trafen sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter der EGBW-Mitgliedsgewerkschaften zu einer Sondersitzung in Brüssel. Vom VBE nahm Gitta Franke-Zöllmer, stellvertretende Bundesvorsitzende für Internationales, teil. Gemeinsam mit Abgesandten der OECD und der EU-Kommission wurde diskutiert: Was ist notwendig, um die Bildungsqualität in Europa zu verbessern?

Einig war man sich, dass gute Bildung die Basis für eine gerechte Gesellschaft ist und damit eine gemeinsame gesellschaftliche Herausforderung bedeutet. Im EU-Projekt „Europa 2020“ steht Bildung im Zentrum. Daraus sind weitere EU-Initiativen hervorgegangen wie „Neue Denkansätze für Bildung“ und „Bildung erweitern“. In die Umsetzung sollen die Sozialpartner eingebunden werden. Schwerpunkte sind: Unterricht als pädagogischer Kern, Übergang von Schule in den Beruf, Lehrerbildung, Schulleiterqualifizierung sowie die Einbindung der neuen Technologien in den Lernprozess.

Der EGBW-Vorstand verabschiedete ein Positionspapier mit zehn Schlüsselbotschaften, die auf drei Säulen beruhen: guter Unterricht, gute Materialien für das Lehren und Lernen und ein gutes Arbeitsumfeld für Lehren und Lernen. Die EGBW-Mitgliedsgewerkschaften werden auf dieser Basis länderspezifische Empfehlungen erarbeiten und nationale Forderungskataloge aufstellen. Seitens der Gewerkschaften sollen mit Bildungspolitikern und mit an Bildung beteiligten Gruppen Diskussionen geführt werden.

(Quelle: VBE-Newsletter 12/2013)

 

PDF zehn Schlüsselbotschaften downloaden


Bundesbürger wollen Inklusion –
UN-Behindertenrechtskonvention im fünften Jahr in Kraft

„Der Rückhalt in der Bevölkerung für die Inklusion ist beeindruckend“, bewertete VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann die Ergebnisse der vom VBE in Auftrag gegebenen infratest dimap Umfrage. Erstmals erfolgte die Umfrage zur Akzeptanz gemeinsamen Lernens im Jahr 2011 und wurde im November 2013 wiederholt.

71 Prozent der Bundesbürger sehen im gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen in der Grundschule Vorteile (2011waren es jedoch noch 75 Prozent). Im gemeinsamen Lernen in weiterführenden Schulen sehen bundesweit zwei Drittel der Bürger darin Vorteile (2011: 68 Prozent).

„Unsere Umfrageergebnisse machen deutlich“, konstatierte Udo Beckmann, „die konkrete Praxis vor Ort stößt die Bürger vor den Kopf, obwohl diese die Inklusion grundsätzlich befürworten.“ Auch wenn inzwischen ein Drittel der Bürger bundesweit sage, die Bereitschaft der Politik sei da, die Inklusion finanziell abzusichern, sei das eine Minderheit. Acht von zehn Bundesbürgern würden die Absenkung der Klassenstärken als eine wesentliche Voraussetzung gemeinsamen Lernens ansehen. Udo Beckmann warnte: „Es besteht die Gefahr, dass die Politik die Inklusion vor die Wand fährt.“ Die UN-Behindertenrechtskonvention mit dem Artikel 24 zur Schaffung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen wurde am 24. Februar 2009 durch Deutschland ratifiziert und trat am 26. März 2009 in Kraft.

(Quelle: VBE-Newsletter vom Dezember 2013)


VBE zu PISA 2012 -
Positive Signale, aber kein Grund zum Zurücklehnen

„Die Ergebnisse von PISA 2012 zeigen, dass der PISA-Schock im Bildungsbereich zu nachhaltig positiven Entwicklungen führte“, stellt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann mit Blick auf die im Dezember 2013 vorgestellten Ergebnisse von PISA 2012 fest. „Das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, Unterricht zu verbessern und auf die Stärken und Schwächen ihrer Schüler einzugehen, findet in den aktuellen PISA-Ergebnissen verdiente Anerkennung. Vor allem gelingt es offenbar tendenziell, den Zusammenhang zwischen Bildungsergebnissen und sozialer Herkunft abzuschwächen. Klar ist aber auch, dass diese Entwicklung beharrlich fortgeführt werden muss. Für den VBE, und damit auch dem BPV, ist es wichtig, den bestehenden Konsens in der Gesellschaft, jedem Schüler Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe zu gewährleisten, bildungspolitisch noch konsequenter umzusetzen.“ Es sei kritisch, so Beckmann, dass einer von zehn 15-Jährigen nicht die Grundkompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften erreiche und sich das Problem insbesondere auf Schüler mit Migrationshintergrund konzentriere. „Das Umsteuern auf individuelles Fördern und Fordern ist der richtige Weg“, betont Beckmann, „aber es müssen dafür dauerhaft Ressourcen in den Schulen gesichert werden. Die ersten erkennbaren Erfolge bei PISA 2012 verpflichten die Politik, den Rotstift aus der Schule herauszuhalten.“

Beckmann weiter: „Die aktuelle PISA-Studie bietet keinen Grund, dass sich die Politik zurücklehnt. Der neue Koalitionsvertrag ist vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Probleme im deutschen Bildungssystem in Sachen Bildungsgerechtigkeit das Papier nicht wert, auf dem er steht. Die entscheidende Frage, wie Bund, Länder und Kommunen gemeinsam das Ziel einer Bildungsrepublik anpacken, bleibt ohne Antwort. Der VBE dringt weiter darauf, im Grundgesetz ein Kooperationsgebot zu verankern. Die Mittel müssen gebündelt werden, um Inklusion, mehr Ganztag und mehr qualifizierte Lehrerfortbildung zu ermöglichen.“

Der VBE-Bundesvorsitzende attestiert der OECD „Lernfähigkeit“. Es sei eine wichtige Botschaft, dass sich die OECD unmissverständlich für hochqualifizierte Lehrerinnen und Lehrer ausspreche. „Es ist in der Tat wichtig, die besten Kandidaten für den Lehrerberuf zu gewinnen und Lehrer als Angehörige wissenschaftlicher Berufe in der Gesellschaft anzuerkennen und dementsprechend zu bezahlen“, bekräftigt Beckmann. „Das bleibt auch Hausaufgabe für die deutschen Bundesländer.“

(Quelle: Pressedienst Nr. 31 des VBE Bund vom 03.12.13)

PDF Zur genaueren Information können Sie hier die Presseinfomation der KMK vom 04.12.13 downloaden


Demographie-Kommission legt Abschlussbericht vor

Von Hartmut Stäker, Präsident des BPV

Die Landesregierung Brandenburg hatte 2012 beschlossen, eine Kommission  eizurichten, die Empfehlungen für künftige Modelle der Grundschulversorgung im ländlichen Raum in Brandenburg einschließlich eines Ausblicks auf die Entwicklung in der Sekundarstufe I erarbeiten soll. Hintergrund ist der ab 2017 erneut einsetzende Rückgang der Zahl der einzuschulenden Kinder. Der Rückgang verläuft relativ kontinuierlich in einem zehnjährigen Zeitraum. Dabei wird der bisherige niedrigste Stand der absoluten Schülerzahl infolge des Geburteneinbruchs nach der Wende noch deutlich unterschritten. Mit einem Wiederanstieg der Schülerzahl ist in den ländlichen Regionen nicht zu rechnen. Das Ausmaß des dauerhaften Rückgangs der Schülerzahlen wirft grundsätzliche Fragen zur schulischen und regional-räumlichen Organisation von Grundschulen auf.

Die Kommission sollte Empfehlungen erarbeiten, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erhalt eines möglichst wohnungsnahen erreichbaren Netzes der Grundschulen im ländlichen Raum,
  • Sicherung der Qualität des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Grundschule unter Einbeziehung des Konzepts „Inklusive Schule“,
  • soweit erforderlich auch Aussagen zur Weiterentwicklung der Schulträgerschaft.

Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Bedeutung der Institution Schule für das Sozialgefüge der Gemeinde,
  • Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Angelegenheiten der Träger der öffentlichen Schulen und der Schülerbeförderung,
  • Auswirkungen auf den Landeshaushalt und die Personalbedarfsplanung,
  • Umsetzungsmöglichkeiten des Konzeptes „Verlässliche Schule“.

Die Empfehlungen sollen für künftiges Politik- und Verwaltungshandeln ausreichend konkret sein. Sie sollen ebenso die Strategie für Nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg entsprechend dem Kabinettsbeschluss vom 08.02.11 berücksichtigen.

Obwohl keine Einstimmigkeit bei den Beschlüssen der Kommission verlangt wurde, strebten die Kommissionmitglieder eine möglichst große Übereinstimmung an. Anhand der Referenzkreise Uckermark und Elbe-Elster wurden Szenarien „durchgespielt“, wie die Schullandschaft sich verändern könnte. Diese beiden Landkreise wurde ausgewählt, weil sie keinen Gebietsteil im verdichteten Berliner Umland haben, sondern vollständig im gering besiedelten weiteren Metropolenraum des Landes Brandenburg liegen und voraussichtlich in besonderem Maße von dem Sinken der Anzahl der Schülerinnen und Schüler betroffen sein werden. In diesen Regionen treten die im Zusammenhang mit dem Kommissionsauftrag zu behandelnden Problemlagen besonders deutlich hervor.

 

Was die Kommission für die weitere Entwicklung der Bildungslandschaft in Brandenburg vorgeschlagen hat, können Sie  in den anhängenden Dateien nachlesen:


Bildungspolitische Positionen des BPV

Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie Schule gestaltet sein soll. Die einen wollen eine gemeinsame Beschulung aller Schülerinnen und Schüler bis zum Abschluss der Schule, die sogenannte Einheitsschule. Andere sind davon überzeugt, dass bereits nach der vierten Klasse eine Trennung erfolgen soll und die Schülerinnen und Schüler dann ihre Schullaufbahn im Gymnasium oder einer Sekundarschule fortsetzen sollen.

Auch wie die Abiturprüfung gestaltet werden soll, ab wann und ob überhaupt es Noten geben soll ...

Das sind alles Fragen zu denen man verschiedener Meinung sein kann.

Damit die Leserinnen und Leser dieser Website wissen, welche Positionen zu wichtigen bildungspolitischen Fragen der Brandenburgische Pädagogen-Verband einnimmt, haben sich die Mitglieder des Verbandes und in besonders aktiver Weise die des Landesvorstandes die Köpfe heiß diskutiert und diese bildungspolitischen Positionen verfasst.

Die Diskussion darüber ist ein fortlaufender Prozess. Wir rufen alle auf sich an dieser Diskussion zu beteiligen!

DOC Download der bildungspolitischen Positionen des BPV (Stand 19.10.2013)
PDF Download der bildungspolitischen Positionen des BPV (Stand 19.10.2013)