
8. Verbandstag des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes
Dahlewitz, 30.10.2010
An dieser Stelle veröffentlichen wir die Reden des 8. Verbandstages des BPV, so wie in der Ausgabe 8/2010 unserer Mitgliederzeitschrift Vorlaut angekündigt.
- Grußwort des VBE-Bundesvorsitzenden Udo Beckmann
- Rechenschaftsbericht des Geschäftsführenden Vorstandes,
vorgetragen vom (ehemaligen) Präsidenten des BPV - Antrittsrede des neu gewählten Präsidenten Torsten Tappert
- Laudatio für den langjährigen Vizepräsidenten und Gründungsmitglied des BPV Klaus Wünsche, anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft,
vorgetragen von Dr. Albin Dannhäuser, von 1984 bis 2007 Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV)
Von Pensionsanspruch, über Whiteboard, bis zur Zukunft unseres Verbandes
Von Hartmut Stäker, Vizepräsident des BPV
Das Wetter war „bescheiden“. Aber das war allen egal, denn die Themen waren interessant und die Gespräche informativ, so das Fazit der Teilnehmer.
Am 25. September 2010 hatten die Regionalverbände WEST-Brandenburg und Fläming-Spreewald das 20-jährige Jubiläum unseres Verbandes noch einmal zum Anlass genommen, um interessierte Mitglieder nach Werder einzuladen. Das Programm für den Tag war breit gefächert. Es reichte von Fortbildung am Vormittag bis zum gemütlichen Ausklang am Nachmittag. Im OSZ Potsdam-Mittelmark in Werder war vonseiten des BPV um 9:00 Uhr alles hergerichtet für die beiden angebotenen Fortbildungsthemen. Der Referent Herr Kranich von der Debeka sollte den interessierten Teilnehmern beim Thema Dienstrecht erklären, wie sie ihre Ruhestandsbezüge selber ausrechen können. Unter anderem interessierten Fragen zur Pensionsberechnung bei Teilzeitbeamten bzw. bei vorzeitigem Eintritt in den Ruhestand. Anschaulich wurde verdeutlicht, dass sich im Laufe der letzten Jahre mit jeder neuen Verordnung die Höhe der Pension ständig verringerte.
In der anderen Gruppe ging es darum, die Einsatzmöglichkeiten der interaktiven Tafel, genannt Whiteboard, zu zeigen. Die Referentinnen des Schroedel-Verlages und der Minhoff GmbH zeigten den Anwesenden, wie man Tafelbilder im Unterricht live erstellen kann oder wie aus diesen ruckzuck Arbeitsblätter und Folien zur Wiederholung und Festigung des Gelernten erstellt werden können. Schöner wäre es jedoch noch gewesen, wenn diese Anwendungen direkt am transportablen SMART-board hätten vorgezeigt werden können. Durch logistische Probleme mussten wir jedoch mit der Demonstration per Laptop und Beamer vorlieb nehmen.
Am Nachmittag saßen dann die 15 Kolleginnen und Kollegen im Vereinssaal des Ruder-Klubs Werder zusammen. Würstchen mit selbstgemachten Kartoffelsalat und hausgemachte Kürbiskernsuppe schmeckten vorzüglich. Der Auftritt der Kabarettistin öffnete den Blick von der Ernsthaftigkeit zur humorigen Seite der Alltagsfragen. Bei einer Flasche Bier oder einem Glas Wein wurde auch nicht lange nach neuem Gesprächsstoff gesucht: Der topaktuelle Rücktritt des brandenburgischen Innenministers, Geschichten aus der Historie unseres Verbandes oder Fragen zur Zukunft des BPV. Da der 8. Verbandstag unmittelbar bevorstand, wurde auch über die Wiederwahl und neue Kandidaten für den Geschäftsführenden Vorstand spekuliert. Das Gespräch mit anwesenden, potentiellen Bewerbern wurde daher ebenfalls gesucht.
Mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen klang am späten Nachmittag dann dieses Treffen aus. Es blieb einzig und allein die Frage: Warum haben wir so etwas nicht schon öfter gemacht?
Im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal vielen Dank an die Initiatorinnen Kerstin Riemer, Dagmar Gräfe und Christina Adler.
VBE Sommerschule 2010
Bekämpfung von Rechtsextremismus
ist eine pädagogische Herausforderung
Bericht von der VBE-Sommerschule
Von Hartmut Stäker, Vizepräsident des BPV
In aller Munde ist zurzeit das Buch von Thilo Sarazin. Mit seinen umstrittenen Thesen über Menschen mit Migrationshintergrund heizt er Diskussionen in Medien und an Stammtischen an. Sind seine Äußerungen zum „Antibildungsgen“ der arabischstämmigen Mitbürger bereits rechtsextremistisches Gedankengut? Oder ist dies noch kein Rechtsextremismus, da Herr Sarazin nicht direkt zur Abschaffung der demokratischen Grundordnung aufruft?
Mit diesen Gedankengängen befinden wir uns mitten in der Politischen Bildung. Mit dem Thema der Politischen Bildung im Primar- und Sekundarbereich I unter Einbeziehung des Rechtsextremismus beschäftigten sich am letzten Augustwochenende etwa 20 Lehrerinnen und Lehrer aus den Bundesländern Niedersachsen, Hessen, Berlin und Brandenburg. Die vier VBE-Landesverbände hatten zur sogenannten Sommerschule eingeladen. Ausrichter war diesmal der niedersächsische VBE-Landesverband.
Am ersten Tag hielt Horst Lahmann, Politologe beim niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport einen Vortrag zum Thema Demokratieerziehung und Menschenrechtsbildung. Anhand von sieben Thesen erläuterte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie man aktiv gegen Rechtsextremismus eintreten kann. Bei der anschließenden Diskussion stellte sich heraus, dass viele Lehrer unsicher sind herauszufinden, wo Rechtsextremismus anfängt. Anhand von Beispielen wie der Kleidermarken Lonsdale oder Consdaple wurde erklärt, inwieweit diese etwas mit Rechtsextremismus zu tun haben. Mithilfe eines Films wurde uns gezeigt, dass es sehr schwierig ist selbst in der Familie mit Jugendlichen zu diskutieren, wenn diese erst in die Fänge der Neonazis geraten sind. Anhand von eigenem Erleben schilderten einige Kolleginnen und Kollegen, dass es trotzdem notwendig und hilfreich ist, dieser aktiven Auseinandersetzung mit den Jugendlichen nicht aus dem Weg zu gehen.
Festgestellt wurde in diesem Gespräch, dass für eine erfolgreiche politische Bildung und Erziehung in der Schule drei Voraussetzungen erfüllt sein müssen:
- ein stabiles Lehrerkollegium,
- ein durchdachtes Schulprogramm/-konzept, das auch Teamteaching ermöglicht,
- die Schule nicht mehr als Anstalt des Staates, sondern als ganztägig agierende Institution angesehen wird, die Wissen und Werte vermittelt.
Das viele Personalmaßnahmen der brandenburgischen Schulämter insbesondere der ersten Voraussetzung zuwider laufen, ist leicht zu erkennen und erklärt auch, weshalb einige Schulen Probleme mit neonazistischem Gedankengut unter ihren Schülern haben.
Auch für die Grundschule ist die Vermittlung und Erziehung im Sinne der Grundrechte, wie sie im Grundgesetz verankert sind, notwendig. Hier ist es für die Lehrer schwierig, Material zu finden, dass dem Entwicklungsstand der Grundschüler Rechnung trägt. Daher wurde die Grundrechtefibel vorgestellt, die in Niedersachsen den Grundschulen für die Jahrgangsstufe 4 angeboten werden soll.
(Siehe auch
http://www.lpb-bw.de/2671.pdf und Anfrage an
www.verfassungsschutz.niedersachsen.de)
Für die Mittelstufe (Haupt- und Realschulen bzw. Oberschulen) wurde das Comic „Die Suche“ empfohlen. Hier wird der Holocaust in Form eines Comics dargestellt, was einem Tabubruch gleichkommt. Diese pädagogische Graphic-Novel wurde vom Anne-Frank-Haus in Amsterdam entwickelt und vom Anne Frank Zentrum in Berlin für den Geschichtsunterricht aufbereitet. Es soll den Haupt- und Realschülern die Vorgänge und den Alltag im Nationalsozialismus verdeutlichen. Die Geschichte mit dem Titel „Die Suche“ beginnt in der Gegenwart. Aus der Perspektive der Enkel wird das Schicksal einer jüdischen Familie nachgezeichnet, die in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurde. Zu diesem Comic gibt das Anne Frank Zentrum Berlin auch eine Handreichung für Lehrkräfte aus.
(Anfrage unter
www.annefrank.de bzw. im Onlineshop unter
http://www.annefrank.de/onlineshop/product_info.php?products_id=63 )
Mit der Publikation des Bildungscomics „Andi“ soll gezielt rechtsextremistischen bzw. antidemokratischen Agitatoren die Offensive durch überzeugende, an die Lebenswelt von Jugendlichen angepasste Argumentation genommen werden. Ein positiver Bezug auf die freiheitliche demokratische Grundordnung ist der Dreh- uns Angelpunkt des Projekts. Darüber hinaus werden insbesondere der Rechtsextremismus und seine Symbole gezielt entmystifiziert. Es wird außerdem aufgezeigt, was hinter rechtsextremistischen Geschichten, Mythen und Symbolen steckt: keine edlen, fleißigen und guten „Kameraden“, sondern oft historische Verklärung von Verbrechen, Selbstdarsteller und Geschäftemacher. Zielgruppe dieser Publikation sind Jugendliche und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren ohne geschlossenes rechtsextremistisches Weltbild.
(Information und Download unter
http://www.andi.nrw.de/andi1/Comic/comic.htm)
In einem Fernsehmitschnitt sahen wir einen Bericht über das Experiment „Blue Eyed – Brown Eyed“ von Jürgen Schlicher. Dabei wird eine Gruppe von Schülern, die denHintergrund der Übung nichtkennen, nach dem äußeren Kriterium Augenfarbe in „Blauäugige“ und „Braunäugige“ eingeteilt. Im weiteren Verlauf werden die „Blauäugigen“ so angesehen und behandelt, wie Nicht-Weiße, MigrantInnen und Nicht-Christen. Alle negativen Stereotype, die wir in unserer Gesellschaft kennen, werden auf diese Gruppe der „Blauäugigen“ angewendet. Sie werden als Unterlegen eingestuft und als Unterlegene behandelt. Im Ergebnis beginnen diese sich unterlegen zu fühlen und bestätigen das Stereotyp. Nur wenige der „Braunäugigen“ rebellieren gegen diese Behandlung der „Blauäugigen“. In der Auswertung des Experiment jedoch wird diese Courage besonders gelobt. Sehr unterschiedlich wurde von uns die Machbarkeit dieses Experiment diskutiert. Einige behaupteten, dass nur das professionelle Team um Jürgen Schlicher in der Lage ist, dieses Experiment als Projekt mit Schülern durchzuführen. Das Video zu dem Experiment jedoch verhilft Schülern der Mittelstufe bereits zu der gewünschten Erkenntnis, dass Zivilcourage der einzig richtige Weg ist, wenn Diskriminierung anderer beobachtet wird. Das Video findet man im Internet unter
http://www.tivi.de/fernsehen/purplus/video/26469/index.html .
Am zweiten Tag besuchten wir die neu gestaltete Gedenkstätte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Dabei untersuchten wir, inwieweit die Ausstellung als Materialfundus für die Schüler der unterschiedlichsten Klassenstufen bei der Behandlung des Holocaust geeignet ist. Dabei kam es zu kontroversen Meinungen.
Am dritten und letzten Tag machte uns Gitta Franke-Zöllmer, VBE-Landesvorsitzende von Niedersachsen, mit einer Zusammenstellung von Internetadressen vertraut, die der Menschenrechtsbildung dienen. Leider hatten wir keine technischen Möglichkeiten und auch keine Zeit diese Hinweise sofort für uns zu testen.
Neben der Arbeit am Thema kam natürlich insbesondere in den Abendstunden und in den Pausen der kollegiale Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der verschiedenen Landesverbände nicht zu kurz. Verabredet wurde somit die nächste Sommerschule. Sie findet vom 26. bis 28. August 2011 voraussichtlich in Rheinsberg statt und wird vom BPV ausgerichtet.
Ein Lehrertag im Spreewald
von Hartmut Stäker, Vizepräsident des BPV
„Arbeit macht Spaß! – Doch wer kann schon ständig Spaß vertragen?“ Dieser Spruch der nicht von einem der zahlreichen neuen Comedians stammt, sondern von meinem Großvater, wurde zum Motto des Tages erklärt, als am 12. Juni anno 2010 der Regionalverband Fläming-Spreewald den Schuljahresausflug feierte. Der Vorstand hatte alle Mitglieder aufgerufen daran teilzunehmen und etwa zehn kamen. Das Datum war Ansporn, diesen Tag ähnlich den DDR-Lehrertag zu begehen: Außerhalb des Schulgeländes, bei einer entspannten Kahnfahrt durch den Spreewald. Für das leibliche Wohl sorgten die Teilnehmer selber. Es wurde Kaffee und Kuchen gereicht. Kleine Häppchen, neudeutsch Fingerfood, mundeten ebenfalls. Und für die Herren gab es Bier und für die Damen Sekt.
Die Ruhe des Lübbener Unterspreewaldes übertrug sich allmählich auf die Gemüter der Anwesenden. Es ging zwar in den Gesprächen (wie fast immer, wenn mindestens zwei Lehrer beieinander stehen) um schulische Belange, aber die Aufregung hielt sich dabei in Grenzen.
Unterwegs machte der Kahn in Schlepzig Halt. Ziel des Aufenthalts war die naturkundliche Ausstellung im Infozentrum des Biosphärenreservates mit dem Titel „Unter Wasser“. Hier kann man trocknen Fußes unter Wasser spazieren gehen. Über den Köpfen schwimmt ein Spreewaldkahn, Schwimmpflanzen treiben an der Wasseroberfläche und ringsherum zeigen sich die Lebewesen der Spreewaldfließe. Raubfische wie Hecht, Zander und Aal kann man ebenso beobachten wie Plötzen, Schleie oder Rotfedern. Auch 150fach vergrößerte Modelle der kleinsten Wasserbewohner lassen anschaulich erleben, wie es so zugeht im Kreislauf des Unterwasserlebens.
Anschließend interessierten wir uns in der benachbarten Privatbrauerei nicht nur für die Technologie der Bierherstellung. In der an die Führung anschließenden Verkostung entpuppte sich so manche Frau als wahrer „Fachmann“ auf dem Gebiet der „kühlen Blonden“. Sogar der Wettergott war uns fast bis zum Ende des Ausflugs wohlgesonnen. Nur auf dem Weg zum abschließenden Abendessen in der Lübbener „Gartenlaube“ wurde das Aufspannen der Regenschirme notwendig.
Im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer danke ich nochmal den Organisatoren. Ich hoffe, dass auch in den nächsten Jahren an dieser wiederbelebten Tradition der Lehrertagsfeier festgehalten wird.
Sommerschule 2009 des VBE
Von Klaus Schmidtchen, Regionalverband Spree-Neiße
Traditionell trafen sich auch in diesem Jahr Delegierte der Landesverbände des VBE vom 11.09. bis 13.09.2009 zur Sommerschule in Berlin. Veranstalter war der Landesverband Berlin in Zusammenarbeit mit der dbba (Akademie des Deutschen Beamtenbundes). Die Teilnehmer kamen aus den Bundesländern Niedersachsen, Hessen, Brandenburg und Berlin.

Teilnehmer der diesjährigen Sommerschule
Diese Fortbildungsveranstaltung stand unter dem Thema Zeitmanagement
- Zeitersparnis durch ein besseres Selbstmanagement
- Zeitmanagementtechniken – auch für Lehrkräfte?!
- Stress als Lehrkraft? – Stressmanagement für Lehrkräfte
Der Vortrag, verbunden mit lebhaften Diskussionen und praktischen Übungen, stand unter der Leitung der Diplom-Psychologin Ute Michaelis, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Köln und Dozentin an der dbba.

Dipl.-Psychologin Ute Michaelis, Uni Köln
Geschickt und sachkundig wurden Fragen bearbeitet und erörtert, zum Beispiel wie man Ordnung organisieren kann, Arbeitsabläufe verbessert und persönliche Belastung erkennen und zügeln kann. Viel Diskussionsstoff gab es auch bei den Fragen: Muss ein Lehrer immer perfekt sein, welche Rolle spielen das Helfersyndrom in unserem Beruf und die „Aufschieberitis“?

Aufgelockerte Atmosphäre bei den Übungen

Teilnehmer des BPV
Frau Michaelis erklärte überzeugend bei den Zeitmanagementtechniken für Lehrkräfte wie man sich vernünftig Ziele setzt, richtig plant, dass man auch Aufgaben delegieren sollte und wie man vorteilhaft mit Störfaktoren umgeht.
Ausführlich wurde das Thema Stress behandelt. Wie entsteht Stress und welche Formen von Stress gibt es, wo liegen die Ursachen von Stress, wie erlebt man den Stress individuell, welche Bewältigungsstrategien es gibt und Anti-Stress-Strategien für den Lehreralltag.
Helge Dietrich, Landesvorsitzender des VBE Berlin informierte am Sonntag Vormittag über gesundheitsfördernde Arbeitszeitmodelle.

Helge Dietrich
In seinem Vortrag verglich er das „Neue Lehrerarbeitszeitmodell für Berlin – Fair und gesund“ mit dem Hamburger Modell. Diese Lehrerarbeitszeitmodell ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeitsgruppe von CDU-Fraktion und des VBE Berlin. Dieses Material kann bei den Kreisverbänden abgefragt werden und sollte den Mitgliedern vorgestellt und diskutiert werden.
Auch der gemütliche Teil fehlte nicht. So haben die Berliner einen Pub-Besuch und eine abendliche Brückenfahrt auf der Spree organisiert, wo natürlich die Diskussion des Tages fortgesetzt wurde und auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch nicht fehlte. Informationsbedarf bestand bei allen, denn die Bildungspolitik hat in jedem Land ein anderes Gesicht. Lehrereinstellungen, pädagogischer Nachwuchs, Formen der Selbstverwaltung von Schule, Beförderungen und vor allem die manchmal nicht mehr zu überschauenden Verwaltungsaufgaben und Statistiken, die Lehrer neben ihrer eigentlichen Arbeit erledigen müssen.

Im Pub
Fazit: Eine gelungene Sommerschule in Berlin, der Staffelstab wurde an Niedersachsen weiter gereicht.
Öffentlicher Dienst ist was wert! -
Bericht vom 4. Ordentlichen Gewerkschaftstag des dbb brandenburg
Mehr als 100 Delegierte aus 30 Mitgliedsgewerkschaften und –verbänden hatten sich am 26. Juni 2009 zum 4. Ordentlichen Gewerkschaftstag des dbb beamtenbund und tarifunion, brandenburg in Potsdam zusammen gefunden. In der nur alle fünf Jahre stattfindenden Tagung des höchsten Gremiums des dbb brandenburg, zogen die Delegierten Bilanz über erreichte Ergebnisse bei der Interessenvertretung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und des privaten Dienstleistungssektors, unterzogen die eigene Arbeit einer kritischen Bewertung und formulierten Ziele und Schwerpunkte für die künftige gewerkschaftliche Arbeit.
In einer Zeit, in der die Gesellschaft von Wirtschafts- und Finanzkrise erschüttert wird, in der die Anforderungen an den öffentlichen Dienst permanent wachsen, ohne das diesem die dafür notwendige Aufmerksamkeit zuteil wird, kam dieser Veranstaltung eine besondere Bedeutung zu.
Landesleitung neu gewählt

Während der nervenaufreibenden Wahl
Nachdem der Landesvorsitzende dem Gewerkschaftstag den Bericht der Landesleitung zur abgelaufenen Wahlperiode erstattet, kritisch über die erreichten Ergebnisse diskutiert und Entlastung erteilt worden war, standen zunächst die Neuwahl der Landesleitung und weiterer Gremien im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dabei konnte sich der bisherige Landesvorsitzende, Heinz-Egon Müller (DSTG), im zweiten Wahlgang gegen den Herausforderer Burghard Neumann (BSBD) durchsetzen. Sein bisheriger Stellvertreter Gerhard Stuchlick (komba), wurde in seinem Amt bestätigt. Neu gehören der Landesleitung Christina Adler (BPV), Frank Domanski (DPolG) und Kathrin Schiersner (DVG) als weitere stellvertretende Landesvorsitzende an.

Die neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden: (v.l.n.r.) Gerhard Stuchlick (komba), Kathrin Schiersner (DVG), Frank Domanski (DPolG) und Christina Adler (BPV)
Herausforderungen annehmen – Zukunft sichern
Thematisch stand der Gewerkschaftstag unter dem Leitmotiv „Öffentlicher Dienst ist was wert“. Damit wurde sowohl die Bedeutung des öffentlichen Dienstes für die Daseinsvorsorge und die Sicherung und Gewährleistung eines funktionierenden Staatswesens, die Bedeutung des öffentlichen Dienstes für die Umsetzung politischer Ziele als auch der Wert seiner Beschäftigten und der Rahmenbedingungen innerhalb derer sie ihren Dienst an und für die Gesellschaft leisten angesprochen. In erster Linie ging es aber um Strategien, mit denen sich der dbb brandenburg neuen Herausforderungen stellen und die Zukunft der von ihm vertretenen Beschäftigten sichern und gestalten will. Im Ergebnis einer umfassenden Diskussion haben die Delegierten eine gemeinsame Entschließung verabschiedet, mit der sie ihre Positionen dazu deutlich machen.

Die Delegierten des BPV während der Abstimmung
Ministerpräsident Platzeck würdigte in seinem Grußwort während der Arbeitstagung des Gewerkschaftstages die konstruktive Auseinandersetzung mit dem dbb brandenburg als Gewähr dafür, dass neben den Herausforderungen vor denen das Land steht, auch den Interessen der Beschäftigten das nötige Gewicht verliehen wird. Die geschieht durch vielfältige Vereinbarungen. Ein Beispiel dafür sei der kürzlich abgeschlossene und auf den Beamtenbereich übertragene TV Umbau.
Als Schlussredner der öffentlichen Veranstaltung, auf der auch die stellv. Ministerpräsidentin Prof.Dr. Wanka, Finanzminister Rainer Speer, die Fraktionsvorsitzende der Fraktion die Linke, Kerstin Kaiser, sowie Vertreter von Bündnis90/Grüne, FDP und der Stadt Potsdam zu den Delegierten sprachen, forderte der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Peter Heesen, eine höhere Wertschätzung des öffentlichen Dienstes seitens der Politik. Damit nicht von Haushalt zu Haushalt erneut die Frage nach Einsparmöglichkeiten gestellt wird, schlug Heesen vor, einen festen Anteil der Haushalte von vornherein für den öffentlichen Dienst einzuplanen.

Konzentration während der Arbeitstagung
Darüber hinaus forderte Heesen, Kosten bei kommerziellen Einsätzen nicht der Allgemeinheit aufzubürden. „Es kann nicht sein, dass zum Beispiel der öffentlich rechtliche Rundfunk die Summen für Übertragungsrechte der Bundesliga nicht mehr aufbringen kann, während die Sportwirtschaft immer mehr Geld scheffelt. Man sollte ernsthaft darüber nachdenken, den Vereinen die Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen in Rechnung zu stellen.“

Diskussion während der Tagungspause
(Quelle
http://www.dbb-brandenburg.de/)
(Quelle der Fotos: privat)
Brandenburgs Bildungspolitik und die Landtagswahl
Von Hartmut Stäker, Vizepräsident des BPV
Die Parteien, die sich die größten Hoffnungen machen können, in den zukünftigen Landtag einzuziehen, haben wir mit unseren Wahlprüfsteinen konfrontiert. Inwieweit ihre Vorstellungen von Bildungspolitik mit unseren Forderungen übereinstimmen war Gegenstand von den Veranstaltungen:
Am 9.Mai 2009 in Strausberg
Am 6. Juni 2009 in Cottbus
Am 30. Juni 2009 in Potsdam
Die erste Veranstaltung fand am 9.Mai im Fontane-Gymnasium Straußberg statt. Unserer Einladung gefolgt waren (geordnet nach dem Alphabet) Dr. Guido Beier (FDP), Beate Blechinger (CDU), Dr. Sybille Bock (SPD), Gerrit Große (Die Linke) und Ingo Senftleben (CDU). Während Dr. Beier Kandidat für den Bundestag ist, stehen die übrigen zur Landtagswahl auf den Stimmzetteln. Beate Blechinger, Gerrit Große und Ingo Senftleben haben bereits in mehreren Wahlperioden im Landtag parlamentarische Erfahrung gesammelt. Während Frau Blechinger als Justizministerin auch Mitglied der Brandenburger Landesregierung ist, beeinflussen Herr Senftleben als Vorsitzender des Bildungsausschusses des Landtages und Frau Große als dessen Stellvertreterin die Bildungspolitik unseres Landes mit. Frau Dr. Bock und Herr Dr. Beier hingegen müssen sich ihr Mandat im angestrebten Parlament erst noch erkämpfen.
Auch schulisch und beruflich gesehen haben die Kandidaten unterschiedliche Erfahrungen im und mit dem deutschen Bildungssystem gesammelt. Während Frau Dr. Bock Ihren schulischen Werdegang in der alten Bundesrepublik absolvierte, haben die übrigen Kandidaten im DDR-Bildungssystem ihre Abschlüsse gemacht. Frau Blechinger und Frau Große sind sogar richtige Bildungsprofis. Sie sind ausgebildete Diplomlehrerinnen und haben in der DDR und im neuen Schulsystem als Lehrerin gearbeitet. Frau Große hat Schulleitungserfahrung aus den letzten Jahren der DDR und Frau Blechinger war in den 90-igern einige Jahre stellvertretende Schulleiterin eines Gymnasiums.
Meinung zu den Wahlprüfsteinen
Doch was sagen die Kandidaten nun zu unseren Wahlprüfsteinen:
Frau Blechinger stimmt im Wesentlichen unseren Wahlprüfsteinen zu. Sie verlangt eine bedarfsgerechte Weiterbildung der Lehrer. Das heißt, dass die in einigen Schulstufen bzw. Fächern überzähligen Lehrkräfte sich durch eine berufsbegleitende Weiterbildung das Wissen in den Schulstufen und Fächern aneignen können, was benötigt wird. Ganz besonders hat sie dabei den Bedarf in der Grundschule und an Sonderpädagogen im Auge. Ebenso sollte den Lehrern mehr Möglichkeiten in der Lehrerfortbildung eingeräumt werden, um den begonnenen Weg der Bildungsreformen fortzusetzen.
Frau Blechinger erwartet, dass die Förderschulen weiterhin von Klasse 1 an geführt werden. Ebenso sollten die Rahmenbedingungen für die Integration und die individuelle Förderung sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker Schüler verbessert werden. Dazu gehört eine Reduzierung der Klassenstärken auf 24 Schüler in der Grundschule und im Gymnasium und auf 20 Schüler in der Oberschule. Flexklassen sind so mit zusätzlichen Lehrerstunden auszustatten, dass für zwei Drittel der Unterrichtsstunden ein Zweitlehrer zur Verfügung steht.
Auf dem Weg zum Abitur, das in Zukunft nach 12 Jahren erlangt werden wird, soll verstärkt auf Allgemein- und Grundlagenwissen orientiert werden, an denen die in der KMK vereinbarten Kompetenzen vermittelt werden.
Frau Dr. Bock versuchte in ihrem Statement sich von der CDU dahingehend abzugrenzen, indem sie die Schwerpunkte der sozialdemokratischen Bildungspolitik hervorhob: Da ist die beabsichtigte Neueinstellung von 1500 Lehrern, die verstärkte Aus- und Weiterbildung von Lehrern, sowie die Entlastung der Lehrertätigkeit von berufsfremden Tätigkeiten. „Der Lehrerberuf muss wieder attraktiver werden.“ Dazu seien unsere bildungspolitischen Positionen und die Wahlprüfsteine hervorragend geeignet.
Frau Große machte aus ihren oppositionellen Vorstellungen über Bildungspolitik keinen Hehl. Zu unserer Vorstellung von der Senkung der Lehrerwochenstunden auf maximal 24 meinte sie, dass eine Erhöhung der Abminderungstatbestände eher ihren Vorstellungen entspricht. Den amtierenden Bildungspolitikern machte sie zum Vorwurf, dass in der auslaufenden Legislaturperiode 4800 Lehrerstellen im Land eingespart wurden. Dadurch sei die Personaldecke so dünn, dass im Schuljahr 2013/14 eintausend Lehrer neu eingestellt werden müssten, in Potsdam jedoch nur 230 ausgebildet werden. Ursache für den zukünftigen Lehrermangel ist also nicht der sogenannte Schweinzyklus, sondern eine falsche Personalpolitik des Landes.
Das erkennt man auch daran, dass die Lehrerfortbildung, die ursprünglich im PLIB angesiedelt war, in die Staatlichen Schulämter dezentralisiert wurde, was keine Qualitätssteigerung gebracht hat.
Ebenso verlangt sie einen Bildungsauftrag für die Kita, so dass klar ist, welche Fähigkeiten und welches Wissen und Können man von Erstklässlern erwarten kann. Zu unserer Forderung nach Förderschulen ab Klasse 1 meinte Frau Große: Solange individuelle Förderung unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht optimal möglich ist, befürwortet sie Förderschulen ab Klasse 1. Ziel sollte es jedoch sein, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, das individuelle Förderung für jeden Schüler möglich und damit Beschulung in der Regelschule möglich wird. Dazu sind vor allem in den unteren Jahrgängen niedrige Klassenfrequenzen und natürlich ausreichend Zweitlehrerstunden nötig.
Auch wenn es der Wunsch der überwiegenden Zahl der Lehrer ist, Ruhe in das Bildungssystem zu bringen, favorisiert sie eine Gemeinschaftsschule, in der Primar- und Sekundarstufe I in einer Schule unterrichtet werden, die auch über Jahre hinweg einzügig sein kann.
Dr. Beier wurde durch den Moderator Klaus Wünsche zur Stellungnahme provoziert: Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket, die die Bundesregierung für die Bildung bereitstellen will, landen in Gebäuden, Fenster, Anstriche usw. aber nicht direkt bei den Schülern.
Der Bundestagskandidat äußerte daher die Zustimmung zu unseren Forderungen. „Über 80 % der Forderungen des BPV sind berechtigt, da die FDP gleicher Meinung ist.“ Die momentane starke gesellschaftliche Beachtung der Bildung kann jedoch nicht das einzige sein, den Lehrerberuf wieder attraktiver zu machen. Deshalb fordere die FDP, dass ab 2010 jährlich 7 Prozent des Bruttosozialproduktes für Bildung ausgegeben werden. Auf das Problem, dass der Bund in Sachen Bildung keine Kompetenz hat, reagierte Dr. Beier mit der Idee, die Gelder in einen Fond einzustellen, die die Bundesländer dann zweckgebunden für Schule und Bildung abrufen könnten.
Das Statement von Herrn Senftleben griff die unter der SPD-CDU-Koalition begonnene „Qualitätsoffensive“ im Bildungsbereich auf. Ob PISA, VERA, Vergleichsarbeiten oder Prüfungen nach Klasse 10: In den letzten Jahren verbesserten sich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Es reiche zwar noch nicht, aber die Entwicklung sei positiv. Die Rahmenbedingungen müssen diese Entwicklung weiter fördern. Daher überschneiden sich die Forderungen der CDU in vielem mit denen des BPV.
Es sollte deshalb nicht länger über Strukturen diskutiert werden. Nur Debatten über Inhalte und Qualität bringen uns weiter. Die 6-jährige Grundschule steht also nicht mehr zur Diskussion. Dafür macht man sich Gedanken, woher die in der Zukunft fehlenden Lehrer kommen sollen. So hat es Brandenburg geschafft, in der letzten Legislaturperiode über 600 Lehrer auszubilden. Es muss also alles getan werden, damit diese in Brandenburg bleiben bzw. wieder zurückkehren. Außerdem muss darüber nachgedacht werden, wie die Lehrer für die richtigen Fächer und Schulformen ausgebildet werden. Auch bei der Reform des Abiturs werden Nägel mit Köpfen gemacht. So liegt seit Mitte Mai 2009 die neue GOST-VO vor. Inhaltich stimmt sie in vielen Punkten mit den Ideen des BPV überein, da die Zuarbeit unseres Verbandes dabei sehr konstruktiv war.
Herr Senftleben forderte dazu auf, sich aktiv an der Bildungsdiskussion zu beteiligen. Die von der CDU-Landtagsfraktion initiierte „Bildungstour“ biete dazu Gelegenheit.
Problem Teilzeit und Teilzeitbeamte
Da nun bereits fast alles gesagt war, legte unser Präsident Jörg Bölke den Finger in die wohl offenste Wunde der Brandenburgischen Bildungspolitik: Das Lehrerdasein in Brandenburg sei seit fast 20 Jahren geprägt von Einsparungen. Dies belaste den Lehrerbereich sehr. Zum Beispiel durch Einbußen in Besoldung bzw. Vergütung aufgrund von Teilzeit. Die in Vollzeit tätigen sind zunehmend beansprucht durch „Nebentätigkeiten“, die mit der eigentlichen Arbeit als Lehrer wenig gemein haben. Von Neueinstellungen und Einstellungskorridor wird ständig geredet. Die im Landeshaushalt eingestellten Vollzeitstellen jedoch sind ständig abnehmend. Hinzu kommen Unsicherheiten durch drohende Versetzungen und Umsetzungen und dem rechtlich strittigen Teilzeitbeamtenstatus. Der dadurch vorhandene Vertrauensverlust der Lehrerinnen und Lehrer in die Bildungspolitik erzeugt reichliche Möglichkeiten für Veränderungen.
In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Ursache für den Vertrauensverlust in der bildungspolitischen Konzeptionslosigkeit des seit 15 Jahren fast ausschließlich SPD-geführten Bildungsministeriums gesehen wird. Die SPD-Kandidatin Frau Dr. Bock fühlte sich sogar persönlich angegriffen. In einer sehr emotionalen Wortmeldung schilderte daher Marion Gunther aus der Grundschule Friedersdorf ihre Befindlichkeiten: Sie unterrichtet in einer Integrationsklasse. Ständig mehr Förderschüler mit immer mehr Behinderungen in der Klasse, ständig steigende Klassenstärke, immer weniger zugewiesene Förderstunden mit immer aufwendigerem Schreibkram zu Lernstandsanalysen und Förderrichtlinien lassen sie an den Rand des körperlichen Zusammenbruches kommen. Seit fast 20 Jahren, also ein halbes Arbeitsleben lang, arbeitet sie Teilzeit; zuerst in Zwangsteilzeit, seit 2008 um der drohenden Ver- bzw. Umsetzung zu entgehen. Immer wieder wird an ihr Verständnis appelliert. Das Land, ihr Dienstherr, jedoch zeigte kein Verständnis, als ihr Mann arbeitslos und das Geld knapp wurde. Sie hat weder die Möglichkeit in Vollzeit an ihrer Schule zu arbeiten, noch hat sie als Teilzeitbeamte einen rechtlich gesicherten Beamtenstatus. Sie fühle sich vom Land Brandenburg verarscht. Und so geht es vielen Lehrerinnen und Lehrern in Brandenburg.
Alle anwesenden Kandidaten stimmten über Parteigrenzen darin überein, dass hier eine schnelle Lösung her muss. Mit der Selbstverpflichtung, dieses Problem anzugehen endete die Diskussionsveranstaltung.
Symposium in Cottbus
In Cottbus stellten sich am 6.Juni folgende Kandidaten unseren kritischen Fragen
Dr. Martina Münch (SPD): Sie stammt aus den alten Bundesländern und ist Ärztin. Sie ist seit 2004 Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Landtagsausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Mit aktuellen Bildungsproblemen verbindet sie ihre Mitarbeit im SPD-Arbeitskreis Bildung unter der Leitung von Frau Geywitz.
In ihrem Statement betont sie, dass die Bildung Schwerpunkt der aktuellen Politik ist. Insbesondere tritt sie für eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels in der Kita, für mehr Selbstständigkeit von Schule, Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe und der intensiveren Gestaltung des Verhältnisses von Schule und Wirtschaft ein. In Anspielung auf die vielen Veränderungen des Schulgesetzes seit 1991 betont sie, dass Bildungspolitik planbar und überschaubar sein muss. Auf die personalpolitischen Probleme vor allem im Schulamt Cottbus geht sie in der weiteren Diskussion ein.Herr Senftleben (CDU) war auch in Cottbus zur Diskussion mit uns bereit. Neben seinem, uns bereits bekannten Statement wertete er kurz die Bildungstour 2009 aus. Die Tour ist ein von der CDU-Landtagsfraktion initiierte Veranstaltungsreihe, um mit Wählern zur Bildungspolitik ins Gespräch zu kommen. Interessant für die Zuhörenden war die Bemerkung: „Im Bereich der Lehrerausstattung sollte das zuständige Ministerium ehrlicher mit den Realitäten umgehen.“ Senftleben spielte damit auf ein vom MBJS vorgelegte Ausfallstatistik an, die etwa 3% Unterrichtsausfall belegt. Eltern- und andere Umfragen jedoch förderten ein Mehrfaches an Unterrichtsausfall, an manchen Schulen bis zu 25%, zutage. Zur Behebung dieses Problems wünscht sich die CDU daher zumindest, dass jede Schule ein sinnvolles Konzept entwickelt. Ebenso soll jede Schule ein frei verfügbares Budget zur Rekrutierung von Vertretungskräften zur Verfügung gestellt bekommen.

Frau Große (Die Linke) äußerte großen Respekt vor der Arbeit des BPV. Sechs Wochen vor Schuljahresende die Kolleginnen und Kollegen dazu zu bewegen, sich an solchen Diskussionen zu beteiligen, sei bemerkenswert. Auch die stark besuchten Personalversammlungen zeigten der Politik deutlich, welche Probleme gelöst werden müssen. Bezugnehmend auf die notwendige Verjüngung der Lehrerschaft kritisierte Frau Große die Versprechen von CDU und SPD: In der nächsten Legislatur möchte die SPD 1250 Lehrerstellen, die CDU 1500 Lehrerstellen neu schaffen. Die Linke möchte, dass jährlich 500 Lehrerstellen in den Einstellungskorridor eingestellt werden. „Wenn in den nächsten Jahren, wie laut Schulressourcenkonzept angedacht, 400 Stellen jährlich eingespart werden, nutzen die Neueinstellungen gar nichts.“ Woher die Linken die neuen Lehrer nehmen wollen, wurde jedoch nicht beantwortet.

- Andreas Büttner (FDP), bildungspolitischer Sprecher der FDP Brandenburg, hat beruflich nur indirekt etwas mit Bildung und Erziehung zu tun. Er muss als leitender Polizeivollzugsbeamter immer erst dann aktiv werden, wenn diese offensichtlich gescheitert ist. Er bedankte sich für die rechtzeitige Zuarbeit der Wahlprüfsteine. Dadurch war es möglich die Befindlichkeiten der Partei mit denen des BPV abzugleichen. Es konnten große Übereinstimmungen festgestellt werden.
Für die Bildungspolitik sind der FDP vor allem drei Dinge wichtig:- Die Sicherung eines flächendeckenden Netzes von Grund- und weiterführenden Schulen, die sowohl staatlich als auch privat sein können.
- Bekämpfung des Unterrichtsausfalles durch die eigenverantwortliche Schule; wie dies jedoch genau erfolgen soll, blieb unverständlich.
- Mindestens das letzte Kita-Jahr solle kostenfrei sein, um allen Kindern die gleichen Startchancen in der Schule zu ermöglichen.
Zu dem Thema Selbständige Schule, bekannt auch unter dem Kürzel MOSES, äußerten die Politiker sich wie folgt:
Frau Große meint, MOSES sei eine Mogelpackung. Neu ausgebildete Lehrer bleiben an einer Schule nur dann, wenn sie verbeamtet werden. Dies kann aber nur das Land. Eine Schule hat dazu nicht die Möglichkeit, auch wenn sie noch so selbstständig ist.
Frau Dr. Münch hingegen bezeichnet die wachende Selbständigkeit von Schule als richtige Richtung. Sie plädiert für einen Kompromiss: Die Schule entscheidet mit, wen sie für ihre Arbeit braucht, aber das Land verbamtet. Ob das mit Beamtenrecht vereinbar ist, wage ich zu bezweifeln.
Unser Präsident Jörg Bölke beschrieb in diesem Zusammenhang jedoch das Problem, dass in Brandenburg viele Modellversuche durchaus positiv zu werten sind. In dem Moment jedoch, wo diese als Norm eingeführt werden, ist es üblich die damit verbundenen Stundenkontingente zusammenzustreichen. Er führte als Beispiel Flex bzw. Ganztag an. Sein Fazit: So brauchen wir die selbstständige Schule nicht.
Selbiges gilt auch für das Schulprogramm, was für jede Schule als verbindlich erklärt wurde. Seine Bemerkung „Ein Schulprogramm muss nicht nur geschrieben, es muss gelebt werden“ fand großen Beifall. Und in Anspielung auf den in einigen Schulamtsbereichen bereits heute fehlenden Lehrernachwuchs sagte er: „Wenn wir Seiteneinsteiger einstellen müssen, ist das eigentlich eine Bankrotterklärung des Landes.“
Außerdem verlangte Bölke ein Umdenken bei der Finanzierung der einzelnen Schulstufen. Es ist falsch, für einen Schüler der Grundschule weniger Geld einzuplanen, als für einen Gymnasiasten. Es ist notwendig mehr Geld in die Kita und die Grundschule zu stecken und in den weiterführenden und beruflichen Schulen die Finanzierung auf hohem Niveau zu halten.
Weitere Themen
In der anschließenden Diskussion kamen mehrere Probleme auf den Tisch. Hier einige Beispiele:
Frau Riemer monierte, dass Lehreräte sich in den Schulen personalrechtlich für ihre Kollegen einsetzen sollen, von den Schulleitungen jedoch kleingehalten werden können. Sie haben trotz jahrelanger Versprechen immer noch keine personalrechtlich gleichwerteigen Kompetenzen wie ein richtiger Personalrat.
Monika Kobert-Stein, eine Grundschullehrerin, zählte in einem aufgeregten Beitrag viele Missstände in unserer Grundschule auf. Insbesondere bemängelte sie das Drängen ihrer Schulleitung, alle möglichen Aufgabenbereiche neben dem Unterricht auf die Kollegen zu verteilen. So hat sich an ihrer Schule ergeben, dass 35 Aufgaben bzw. Funktionen auf acht Lehrkräfte verteilt wurden. Diese zu bewältigen ist nicht möglich, nicht mal, wenn man Teilzeit arbeitet. Was ja eigentlich hirnrissig ist: Denn Teilzeit soll ja eigentlich von Aufgaben entlasten. In Brandenburg aber ist Teilzeit notwendig, um die Fülle von Aufgaben überhaupt zu bewältigen.
Frau Adler bemängelte, dass etwa 30 Prozent ihrer Arbeitszeit für Verwaltungsaufgaben missbraucht wird. Diese Zeit fehlt dann bei der Arbeit mit den Schülern. „Man erwartet aber, dass ich ständig funktioniere, wie eine Maschine.“ Erst ein 1-€-Jobber brachte in ihrer Schule ein Entlastung. Dies kann aber nicht die Regel sein.
Monika Blex fragte an, ob es ab 2010 eine neue Regelung für ATZ geben wird. Es muss auch die Jahrgänge 1955 und jünger möglich sein, würdevoll aus dem Dienst auszuscheiden.

Stellung der Parteien zum Problem Teilzeitbeamtenstatus
Auch das Problem des Teilzeitbeamtenstatus wurde angesprochen. Sind diese nun Beamte oder sind sie es nicht? Die aufgebrachten Zuhörer verlangten von den Politikern eine Stellungnahme zu diesem Problem. Der Wichtigkeit dieses Problems geschuldet hier nun die Meinungen der Parteivertreter:
Herr Senftleben: „ Ich sage ganz klar: Bis zu den Sommerferien soll eine Lösung gefunden werden und alle Betreffenden werden dazu in einem Brief informiert.“
Frau Dr. Münch: „ Wir müssen erst einmal das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes abwarten, ehe wir entscheiden können, was wir machen müssen.“
Herr Büttner: „Ich verstehe nicht, warum man auf ein Urteil warten muss, man muss nur eine Urkunde ausstellen.“
Frau Große: „Es ist unbedingt eine neue Urkunde notwendig. Die Linke wird dazu antragsmäßig im Juli noch einmal aktiv werden.“
III.Teil: bildungspolitische Problemdiskussion in Potsdam
Am 30. Juni hatte der Regionalverband Potsdam-Mittelmark Potsdamer Landtagskandidaten und interessierte Lehrerinnen und Lehrer zu einer bildungspolitischen Problemdiskussion in die P.J.-Lennè-Gesamtschule eingeladen. Andreas Büttner (FDP), Marie Luise von Halem (B90/Die Grünen), Mike Schubert (SPD), Sven Petke (CDU) und Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke) stellten sich trotz großer Schwüle den Fragen der interessierten Anwesenden.
Frau von Halem nannte für ihre Partei auf dem Feld der Bildungspolitik zwei Zielrichtungen: bessere Bildungsgerechtigkeit und höhere Bildungsqualität. Dies erfordere mehr als die von der SPD propagierten 1250 neuen Lehrer. Die erfordere auch eine Vertretungsreserve von mindestens 5% und eine Gemeinschaftsschule bis zum Ende der 10.Klasse.
Der FDP-Kandidat Büttner betonte, dass auch die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen der Lehrer die Qualität stark beeinflussen. „Lehrer, die wir brauchen, müssen gut ausgebildet sein. Die Rahmenbedingungen des Lehrerdaseins müssen so gestaltet sein, dass die Bewerber auch zu uns kommen wollen.“ Dazu braucht Schule eine bedarfsgerechte Förderung. Das bedeutet, dass Förderstunden nicht gleichzeitig Vertretungsreserve sein können. Über Schulstruktur will die FDP nicht mehr diskutieren. Sie will die Inhalte der Schulen entwickeln. Besonderes Augenmerk jedoch legt die FPD auf die Selbständigkeit von Schule. Darunter versteht sie, dass jede Schule ein finanzielles Budget erhält, über das sie frei verfügen kann und die Hoheit über das Personal. So könne bedarfsgerecht eingestellt und auch Schulprofilbildung betrieben werden. Das einmal im Bildungsbereich eingesparte Geld muss wieder in den Bildungsbereich zurückfließen.
Für die CDU steht laut Petke die Bildung im Wahlprogramm an erster Stelle. Eine Bestandsgarantie für die noch vorhandenen Schulstandorte, 1500 neue Lehrerstellen und eine stärkere Selbständigkeit von Schulen sind die darin enthaltenen Bausteine. Als besonderes Problem sieht er dabei die jährlichen Mehrkosten von 100 Millionen Euro. Diese könnten jedoch durch Personalabbau in der Polizei ausgeglichen werden.
Dr. Scharfenberg von den Linken hält dagegen. Er macht der CDU den Vorwurf, die Probleme in der Bildung in Brandenburg selbst mit verursacht zu haben, denn die CDU hatte 10 Jahre Regierungsverantwortung. Anträge der Linken im Landtag zum Erhalt der Gymnasialstandorte, zum Erhalt der Förderschulen oder zur Entwicklung eines Personalplanungskonzeptes für den Bereich Schule wurden mit den Stimmen der CDU abgelehnt. Die Schülerzahlreduzierung seit den 90-iger Jahren hat das Land nur zu Einsparungen genutzt. Bei den Kosten die beiden Bereiche Schule und Polizei gegeneinander auszuspielen sieht er als problematisch an. Die Linke befürwortet ebenfalls eine weitgehende Selbständigkeit von Schule. Aber vor allem müssten pädagogische Freiräume für Lehrer geschaffen werden. Das kann vor allem durch die Beschränkung der Klassenstärke auf 24 Schüler maximal erfolgen. Ebenso sind 1250 neue Lehrer einzustellen.
Der SPD-Kandidat Schubert stellte prinzipielle Einigkeit mit den Linken fest. 1250 neue Lehrer sind zwar 100 Lehrer weniger als im Schulressourcenkonzept versprochen. Mehr sind aber nicht bezahlbar. Er betonte immer wieder, dass die gemachten Wahlversprechen auch finanzierbar sein müssen.
Ob die prinzipielle Einigkeit von SPD und Linken bereits auf die zukünftige Regierungskoalition deutet, sei hier nur am Rande erwähnt. In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass im Bildungsbereich Brandenburgs noch reichlich Baustellen vorhanden sind. Diese stehen aber bei allen Parteiprogrammen ziemlich weit oben.
Auch wenn die Skeptiker manchmal behaupten, dass in solchen Diskussionen keine Probleme gelöst werden, waren beide Veranstaltungen sowohl für die Zuhörer als auch für die Politiker eine Hilfe. Jeder Zuhörer hatte Gelegenheit seine Probleme darzulegen und die Meinung der einzelnen Parteien dazu zu hören. Und die Politiker hatten die Möglichkeit, die Probleme wahrzunehmen, die den Lehrern als Wähler auf den Nägeln brennen. Ich glaube, alle haben ihre Chancen ganz gut genutzt.
Bay Watch statt Palast der Republik
Ausflug der Regionalverbände Fläming-Spreewald und Potsdam-Mittelmark
Von Hartmut Stäker, Vizepräsident des BPV
Berlin ist eine Reise wert, meinte ein Dutzend Kolleginnen und Kollegen aus den Regionalverbänden Fläming-Spreewald und Potsdam-Mittelmark nebst ehelichem Anhang und Kindern. Und so waren sie dabei, als der BPV die Tradition des jährlichen Ausfluges wiederbelebte. Nachdem in den Vorjahren u.a. der Spreewald erkundet wurde, war dieses mal die Bundeshauptstadt Gegenstand des Interesses wissens- und kulturhungriger Pädagogen.
Am 4. April, einem Samstag, um 10.00 Uhr hatte Jutta Gottwald und Christina Adler zum Treffpunkt geladen. Mit sichtlich guter Laune und sogar relativ pünktlich trafen die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bahnhof Zoologischer Garten ein. Kaum etwas erinnerte noch an die 70-iger Jahre, als Christiane F. und die Kinder vom Bahnhof Zoo im besagten Buch bzw. Film dieser Gegend einen nicht gerade guten Ruf verschafften. Lediglich das Erotikmuseum mit der großen Beate-Uhse-Filiale scheint von damals noch übrig geblieben zu sein.
Frau Adler hatte drei Punkte in das Erkundungsprogramm aufgenommen. Erster Anlaufpunkt war die Ausstellung „Story of Berlin“ in der Nähe des Kuhdamms. Wir liefen also mitten durch das westliche Zentrum Berlins. Da schwelgten schon einige in Erinnerungen, als sie vor fast 20 Jahren ihre ersten Schritte über Westberliner Pflaster liefen, um sich ihr Begrüßungsgeld in einer Bankfiliale abzuholen.. Und damit waren wir eingestimmt auf Berliner und damit deutsche Geschichte. Die Organisatorin hatte keine Mühe gescheut und uns als Gruppe eine Führung organisiert. Und das war gut so. So blieben wir zusammen und konnten uns den Inhalt der Ausstellung anhand der Szenenhaften Erläuterungen des Museumsführers erschließen. Als wir uns bis zur Wendezeit „vorgearbeitet“ hatten, stellte sogar einer die tiefsinnige Frage, die drei Wochen später sogar die Tageszeitungen beschäftigte: „Hat Günther Schabowski in der Pressekonferenz am 9. November 1989 bewusst oder durch Unbedachtheit mit seinen Worten die Mauer geöffnet und damit das Ende der DDR besiegelt?“ Natürlich nach Lehrerart hatte jeder dazu eine Meinung.
Den Abschluss dieser Führung bildete die Besichtigung eines Atomschutzbunkers, der in den Jahren des kalten Krieges den Westberlinern im Falle eines Atomkrieges Unterschlupf bieten sollte. Erstaunt waren wir, dass im Westen mit den gleichen Argumenten und teils sogar mit den gleichen Bildchen den Bürgern sichere Überlebenschancen im Falle eines Kernschlags vorgegaukelt wurden. Dabei reichten die Kapazitäten der Bunker im Westteil Berlins lediglich für ein Prozent der Bevölkerung und spätestens nach 14 Tagen wären auch in diesem Unterschlupf Wasser, Nahrung und Sauerstoff aufgebraucht. Bedenklich stimmte uns die Aussage, dass auch heute noch dieser Bunker zum Atomschutzkonzept der Bundeshauptstadt gehört.
Nach so viel gestillten Wissensdurst hatten wir natürlichen Hunger und fuhren zum Alex, dem Herzstück Ostberlins, der ehemaligen Hauptstadt der DDR. Auf dem Fernsehturm konnten wir beim Essen gleich eine rundum Stadtbesichtigung machen, ohne einen Schritt gehen zu müssen. Diejenigen, die das Restaurant kennen, wissen, dass die Tische mit den Gästen sich im Kreis bewegen, so dass ein Rundumblick über Berlin möglich ist. Herr Gottwald stellte fest, dass selbst auf dem Fernsehturm sich heute die Zeit schneller dreht. Brauchte man vor der Wende noch eine Stunde für eine Runde, so ist die Umdrehung heute mindestens doppelt so schnell. Hier einige Feststellungen beim Blick auf die Stadt: „Ach, das Haus des Lehrers steht ja auch noch!“; „Was sind das da hinten für neue Hochhäuser?“; „Ich hatte die Markthalle immer größer in Erinnerung.“
Nachdem wir nun die alten Zentren West- und Ostberlins besucht hatten, war es an der Zeit, im Zentrum des heutigen Berlins anzukommen. Daher stiegen wir auf einen der zahlreichen Fahrgastschiffe und ließen uns auf dem Oberdeck die wärmende Sonne ins Antlitz scheinen. Während der Fahrt durch das Regierungsviertel mussten wir ab und an die Köpfe bei niedrigen Brücken einziehen und die Ohren aufsperren, um die Erläuterungen des Stadtführers mitzubekommen. Diese hatten auch noch einen zweiten Effekt: Jeder konnte überprüfen, wie gut er noch Englisch versteht, da die Erläuterungen in zwei Sprachen gegeben wurden. Aber auch ohne Sprachkenntnisse konnte man sehen, dass am ägyptischen Museum noch längst nicht alle Bauarbeiten beendet sind. Und die Brücke zwischen dem Kanzleramt und dem dazugehörigen Hubschrauberlandeplatz auf dem anderen Spreeufer kann immer noch nicht benutzt werden. Aber dort, wo einst der stolze Palast der Republik stand, kann man in diesem Sommer Strandfeeling à la Bay Watch genießen, denn dort befindet sich eine glatt geharkte Sandfläche.
Fazit des Tages war am Ende: Es war eine interessante, unterhaltsame, gemütliche und erholsame Fahrt. Zu verdanken haben wir diese nicht nur dem schönen Wetter und der guten Laune der Teilnehmer, sondern vor allem der Organisation der beiden „Macherinnen“ Christina Adler und Jutta Gottwald. Vielen Dank im Namen aller Teilnehmer und wir hoffen auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.
In der Ausstellung „Story of Berlin“
Vor dem Fernsehturm
Auf der Spree
(Quelle der Bilder: privat)
Erweiterter Landesvorstand 2008
(Schnappschüsse, aufgefangen von Klaus Wünsche, Vizepräsident des BPV)
Am 22. November 2008 tagte, so wie jedes Jahr um diese Zeit, der erweiterte Landesvorstand des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes.
Auch dieses Mal war die Tagesordnung nicht gerade kurz.
So erfuhren die Teilnehmer u.a. etwas über ...
... den Service der Deutschen Bahn AG |
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... neue Urteile des OVG zu Versetzungen aus den Schulamtsbereichen Cottbus und Frankfurt/Oder. | |
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... neue Urteile des OVG zum Status der in ständiger Teilzeit verbeamteten Kollegen. | |
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... zum geplanten Haushalt 2009. |
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... zu neuen Regelungen für Mehrarbeit. | |
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... zur Vorbereitung der Landtagswahlen 2009 und der Personalratswahlen 2010. | |
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Traditionell beglückwünschte unser Präsident die "Geburtstagskinder", die seit der letzten Landesvorstandssitzung ihren Ehrentag begingen. |
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